Suzuki setzt bis Ende 2022 auf das Duo Alex Rins und Joan Mir. Doch während Rins zuletzt der klare Teamleader war, geht Mir davon aus, dass beide nun auf einer Stufe stehen.

In der Saison 2019 gab es im Suzuki-Werksteam eine klare Hierarchie: Alex Rins war der unumstrittene Teamleader. Mit zwei Siegen und Platz vier in der Meisterschaft verdeutlichte Rins das Potenzial der Suzuki GSX-RR. Dagegen sammelte Teamkollege Joan Mir in seiner Rookie-Saison erstmal Erfahrung. Doch bei den Winter-Tests deutete letzterer an, dass er 2020 einen Schritt gemacht hat. Gibt es damit bei Suzuki keine klare Hierarchie mehr?

Advertisement

„Ich will glauben, dass wir keine Nummer eins haben. Im letzten Jahr war das der Fall, weil Rins Erfahrung hatte und ich gerade erst dazugekommen war“, sagt Mir im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘. Fühlt er sich dadurch nun in irgendeiner Form benachteiligt? „Nein, das glaube ich nicht. Und ich denke auch nicht, dass Suzuki das tut.“

Mir: „Ich hoffe, dass ich Rins schlagen kann“

„Wir beide wollen Suzuki dorthin bringen, wo sie hingehören. Wie es früher zu Zeiten von Kevin Schwantz der Fall war (1993 500er-Weltmeister mit Suzuki, Anm. d. Red.). Suzuki hat sehr viel Potenzial“, betont Mir. Für die bevorstehenden Rennen verfolgt er ein ambitioniertes Ziel: „Ich hoffe, dass ich nahe an Alex dran bin. Und dass ich ihn in einigen Rennen schlagen kann.“

Mirs Vertrags-Verlängerung bei Suzuki wurde erst kürzlich offiziell bestätigt. Schon zuvor hatte Suzuki lange Zeit behauptet, sich mit Mir so gut wie einig zu sein, und dass der neue Kontrakt nur noch reine Formsache sei. Der Spanier war auch bei Ducati ein Kandidat, entschied sich dann aber gegen einen Hersteller-Wechsel.

„Ich freue mich sehr über die Vertrags-Verlängerung. Die Arbeit mit Suzuki ist noch nicht beendet. Es ist noch ein Jahr offen, doch das reicht nicht. Bei einem Hersteller-Wechsel hätte ich ein Jahr gebraucht, um mich an das neue Bike zu gewöhnen. Ich glaube stark an das Suzuki-Projekt, zusammen können wir es schaffen“, so der Spanier abschließend kämpferisch.