Vor seinem 400. Rennen lässt Valentino Rossi seine M1 im Nassen wie im Trockenen stark umbauen – Maverick Vinales ist nach zwei Session-Bestzeiten happy.

MotoGP-Ikone Valentino Rossi hat das Wochenende seines 400. Grand Prix mit einem arbeitsintensiven Tag begonnen. Wie es in seiner 20. Saison in der Königsklasse und seiner insgesamt 24. in der Motorrad-WM die Regel ist, war er dabei in der Zeitenliste aber nicht ganz vorne zu finden.

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Das erste Freie Training zum Grand Prix von Australien auf Phillip Island war am Freitagvormittag verregnet. Bei den schwierigen Bedingungen reihte sich Rossi auf P4 ein, während Yamaha-Teamkollege Maverick Vinales der Schnellste war. Im trockenen Nachmittags-Training war Vinales abermals der Schnellste. Rossi rutschte auf P7 ab, wäre damit nach aktuellem Stand der Dinge aber ebenfalls direkt für Q2 qualifiziert.

Für den Samstag ist wieder einmal mit Regen zu rechnen. Sollte es beim FP3 am Vormittag tatsächlich nass sein, würde das FP2-Klassement über den direkten Einzug ins zweite Qualifying-Segment entscheiden. Soweit ist es aber noch nicht. Wie bewertet Rossi zunächst den Trainings-Tag für seinen 400. Grand-Prix-Start?

Rossi: „Habe mich nie richtig wohl gefühlt“

„Im nassen Training haben wir das Bike ziemlich stark umgebaut. Denn bei den zurückliegenden Regen-Rennen hatten wir uns für eine bestimmte Abstimmung entschieden, mit der ich mich aber nie richtig wohl gefühlt habe“, sagt Rossi. Und hält zufrieden fest: „Deshalb haben wir heute auf etwas zurückgerüstet, was mir deutlich lieber ist. Damit kam ich gut zurecht und habe als Vierter abgeschlossen.“

Allerdings gibt Rossi auch zu, dass die Top 3 im verregneten FP1 für ihn außer Reichweite waren: „Maverick, Marquez und Miller sind schneller als ich.“ Und wie sieht es im Trockenen aus? Nicht so gut, wie der Jubilar bekennt: „Im trockenen Training haben wir etwas modifiziert. Denn zuletzt in Motegi hatten wir etwas ausprobiert, was mir nicht sonderlich gut gefallen hat. Mein Tempo ist derzeit aber nicht das beste.“

Vinales nach zwei Bestzeiten: „Ich mag diese Strecke“

Rossis Teamkollege Vinales klingt deutlich zuversichtlicher. Im trockenen Nachmittags-Training war der Spanier eine halbe Sekunde schneller als sein erster Verfolger, Ducati-Pilot Andrea Dovizioso. Abstimmungs-Wirrwarr wie bei Rossi gibt es bei Vinales nicht. „Ich habe ja schon in Barcelona eine richtig gute Basis gefunden, mit der ich in der Lage bin, mein Bestes zu geben“, sagt er.

Prompt fuhr Vinales in Assen, dem Wochenende nach Barcelona, seinen ersten Saisonsieg ein. Seither hat er es vier weitere Male auf das Podest geschafft, während Rossi zuletzt Mitte April in Austin auf dem Podium stand. Auf Phillip Island ist Vinales der Vorjahres-Sieger und mit seinen zwei Bestzeiten vom Freitag zählt er auch diesem Jahr zu den Favoriten.

„Wir sind schon mit guter Basis hier angereist. Und es ist mir heute gelungen, direkt von Beginn an einen guten Rhythmus zu finden. Ich mag diese Strecke einfach. Ganz egal, ob sie nass oder trocken ist“, konstatiert der Spanier zufrieden.