Ducati und Marc Marquez bestätigen, dass es letzten Herbst erste Gespräche zwischen beiden Seiten gab – jetzt verrät der Weltmeister weitere Hintergründe.

Im vergangenen Herbst ließ Marc Marquez durchblicken, dass Ducati bei ihm angefragt hatte. „Das ist nur logisch, oder nicht? Es ist für jeden Hersteller normal nachzufragen. Genauso wie es für mich normal ist, ihnen zuzuhören“, gab der Weltmeister dazu im November 2019 zu Protokoll. „Das ist eine Sache des gegenseitigen Respekts.“

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Wenig später unterschrieb Marquez dann einen neuen Honda-Vertrag bis einschließlich 2024. Aber gab es tatsächlich konkrete Verhandlungen mit Ducati? „2017 gab es allgemeine Gespräche mit Emilio Alzamora, weil der Vertrag von Marquez auslief“, sagt Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti bei ‚Moto.it‘. „Es ist natürlich logisch und verständlich, dass jeder Interesse an Marc hat.“

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Honda für Marquez immer die erste Option

„Aber uns wurde sofort mitgeteilt, dass sie sich zunächst die Pläne von Honda anhören wollten“, so Ciabatti weiter. „Deswegen gab es keine Verhandlungen.“ Marquez hatte immer klargestellt, dass Honda für ihn die erste Wahl ist. Denn dort hatte man ihm die MotoGP-Chance ermöglicht, und in der Folge die Chance auf viele Erfolge.

„Ich habe Ducati zugehört. Denn sie haben nach Informationen gefragt“, blickt Marquez bei ‚Sky Sport Italia‘ zurück. „Aber das Honda-Projekt war für mich aus sportlicher Sicht am besten. Honda ist auf mich zugekommen, ich hatte noch gar nicht darüber nachgedacht. Wir fingen mit Gesprächen an und sahen, dass es eine Win-Win-Situation ist.“

Längster Vertrag der MotoGP-Geschichte

Deshalb verlängerte der amtierende Weltmeister gleich für vier Jahre bei Honda. „Kein anderes Team konnte mir aus sportlicher Sicht mehr bieten als Honda. Sie glauben an mich. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde ein Vierjahres-Vertrag unterzeichnet. Nach Ablauf dieses Vertrags werden wir sehen, ob wir richtig gelegen haben.“

Ist damit komplett ausgeschlossen, dass Marquez in der MotoGP eines Tages auf einem anderen Bike sitzen wird? „Ich bin jetzt 27 und man weiß es nicht. Ich habe Leute sagen hören, dass ich auf einem anderen Motorrad gewinnen muss. Aber ich habe mit meinem Herzen entschieden. Momentan würde ich Nein sagen. Aber man weiß ja nie, was die Zukunft bringen wird.“