Bradley Smith ersetzt Andrea Iannone: Aprilia lobt die Fitness des Briten und nominiert ihn als Ersatz. Massimo Rivola kommentiert die Gerüchte um Jorge Lorenzo.

Bradley Smith wird beim MotoGP-Saisonstart die zweite Aprilia pilotieren. Da Andrea Iannone nach der positiven Dopingprobe gesperrt ist, bedient sich Aprilia intern und nominiert Testfahrer Smith. Er wird Aleix Espargaro beim Grand Prix von Spanien und beim Grand Prix von Andalusien unterstützen. Das hat das Team nun offiziell bestätigt.

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Beim Test in Misano hinterließ Smith bisher einen soliden Eindruck. „Er ist unser Testfahrer und kennt das Motorrad, weil er es mitentwickelt hat. Deshalb wird er derjenige sein, der beim Auftakt fahren wird. Wir müssen abwarten, wann Andrea zurückkommen kann. Hoffentlich wird das schnellstmöglich der Fall sein“, kommentiert Teamchef Massimo Rivola.

Der Aprilia-Teamchef lobt Smiths Fitness: „Körperlich ist er sehr gut vorbereitet. Er fuhr am ersten Testtag 75 Runden, was auf dieser Strecke bei diesen Temperaturen nicht schlecht ist. Er ist bereit. Er traf auf seinen Teamkollegen und war nah dran. Der Vergleich mit Aleix motiviert ihn zusätzlich. Das ist wichtig, weil sich Bradley mental umstellen muss – vom Testfahrer zum Rennfahrer. Bisher leistete er sehr gute Arbeit. Ich muss sagen, dass ich sehr zufrieden bin.“

Aprilia ist von Iannones Unschuld überzeugt

Und wie geht es mit Blick auf die Zukunft weiter? Noch hat Andrea Iannone keinen Vertrag für 2021. „Wir warten auf Andrea und das finale Urteil. Aus unserer Sicht ist er ein unschuldiger Fahrer. Er sollte jetzt auf dem Motorrad sitzen“, ärgert sich Rivola.

Ist Jorge Lorenzo eine Option?

Jorge Lorenzo schaut sich momentan nach den Optionen für die Zukunft um. Der Yamaha-Testfahrer darf auf Grund des Wildcard-Verbots in diesem Jahr keine Rennen bestreiten. „Jorge ist ein Champion und nebenbei gesagt ein Aprilia-Weltmeister. Doch ich halte es für unrealistisch, auch wenn es viele Möglichkeiten und Varianten gibt“, bemerkt Rivola. „Ich würde behaupten, dass es richtig ist, auf Andrea zu warten.“