Zwischen den beiden Ducati-Piloten gab es keine Aussprache. Eine Teamorder ist im WM-Kampf aber weiterhin kein Thema. Das ist auch bei Suzuki der Fall.

Im Qualifying für das erste MotoGP-Rennen im MotorLand Aragon (Spanien) war es zwischen den Ducati-Piloten Andrea Dovizioso und Danilo Petrucci zu einem Vorfall gekommen. Petrucci hatte sich in Q1 an das Hinterrad von Dovizioso gehängt und so seine schnellste Runde aufgestellt.

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Das Resultat war, dass Petrucci ins Q2 weiterkam und Dovizioso als Dritter festhing. Daraufhin war Dovizioso wütend und sprach davon, dass sein Teamkollege nicht „smart“ genug war und sich anders verhalten hätte sollen.

Sonntagabend waren dann beide mit dem gleichen Flugzeug zurück nach Italien geflogen. Eine Aussprache hatte es nicht gegeben. „Wir waren beide sehr müde, aber alles ist klar“, meint Petrucci. Die Sache scheint abgehakt zu sein, denn eigentlich verstehen sich die beiden Italiener gut.

Gibt es nun eine Absprache bei Ducati?

Nun steht das zweite Rennwochenende in Aragon auf dem Programm. Gibt es nun eine Absprache bei Ducati? „Nein, zu diesem Zeitpunkt gibt es keine Teamorder“, sagt Dovizioso. „Wir haben nicht darüber gesprochen. Momentan bleibt alles gleich.“

Petrucci ist auch von den Ducati-Managern nicht dezidiert aufgefordert worden, „Dovi“ im WM-Kampf zu helfen. Dovizioso ist vier Rennen vor Saisonende WM-Vierter und hat nur 15 Punkte Rückstand.

Teamorder bei Suzuki?

Auch bei Suzuki gibt es keine Teamorder. Zuletzt hat Alex Rins das erste Rennen in Aragon gewonnen. Joan Mir übernahm mit Platz drei die WM-Führung. „Solange Alex die Chance hat, selbst Weltmeister zu werden, würde es keinen Sinn machen“, betont Mir.

Alex Rins, der in der WM 36 Punkte Rückstand auf seinen Teamkollegen hat, sagt: „Ich habe immer noch eine Chance. Wenn ich keine Chance mehr habe, werde ich Joan unterstützen. Ich arbeite seit 2017 für Suzuki. Wir entwickeln das Motorrad gemeinsam weiter. Wenn ich nicht Weltmeister werde, dann will ich natürlich, dass es Joan schafft.“

Während Suzuki nur zwei Motorräder auf der Strecke hat, sind es bei Ducati sechs. Francesco Bagnaia hat bereits angekündigt, dass er Dovizioso helfen wird, sollte sich diese Möglichkeit ergeben.

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