Er ist der Mann der Stunde: Fabio Quartararo. Zwei Rennen, zwei Siege und dann mit seinem Idol zusammen am Podium.

50 von 50 möglichen WM-Punkten nach zwei Rennen: Für Fabio Quartararo ist das Jerez-Doppel zu Beginn der MotoGP-Saison 2020 perfekt gelaufen. Der Petronas-Yamaha-Pilot ist neben seinen beiden Siegen auch noch beide Male von der Pole-Position gestartet. Und dass er in beiden Rennen die meisten Runden angeführt hat, macht deutlich, dass es alles andere als Zufallssiege waren.

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Beim Grand Prix von Andalusien am Sonntag verbuchte Quartararo sogar einen Start/Ziel-Sieg. Am Ende jeder einzelnen der 25 Runden lag er in Führung. Lediglich in Kurve 13 der ersten Runde hatte Maverick Vinales mit einem optimistischen Manöver für eine Sekunde die Führung übernommen. Dabei aber den Bremspunkt verpasst und Quartararo sofort wieder passieren lassen müssen.

Letzten Endes gewann Quartararo mit 4,495 Sekunden Vorsprung auf Vinales. Auch hier wird die Maßarbeit des Petronas-Yamaha-Piloten deutlich. Denn eine Woche zuvor beim Grand Prix von Spanien an gleicher Stelle war sein Vorsprung auf Vinales nahezu identisch groß gewesen: 4,603 Sekunden.

Was 2019 nicht klappte: Mit Idol am Podium

Unterschied zwischen beiden Siegen ist für Quartararo die Tatsache, dass er nun erstmals mit seinem Jugendidol Valentino Rossi auf dem Podium stand. „The Doctor“ wurde am Sonntag Dritter, nachdem eine Woche zuvor Andrea Dovizioso Dritter geworden war.

„Ehrlich gesagt fühlte sich das unglaublich an. Voriges Jahr hatte ich nicht die Gelegenheit, ein Podest mit ihm zu teilen“, denkt Quartararo an die Saison 2019 zurück. Das lag freilich nicht daran, dass er in seiner Rookie-Saison so selten auf dem Podest gestanden hätte.

Vielmehr war es Rossi, der 2019 mit nur zwei Podestplätzen blass blieb. Quartararo schaffte es sieben Mal in die Top 3, wenn auch nicht ganz nach oben. Letzteres hat er nun in Jerez mit zwei überzeugenden Siegen nachgeholt.

„Dass ich gewonnen habe und Valentino dabei war, macht es noch besser“, freut sich Quartararo.

Jerez 2005: Klein Fabio wird vom MotoGP-Fieber gepackt

„Das erste Rennen, an das ich mich aus einer Kindheit erinnern kann, war Jerez 2005. Das war das Rennen, als er Sete in der letzten Kurve überholt hat“, spricht Quartararo auf das denkwürdige Duell Rossi vs. Gibernau mitsamt Berührung beim damaligen Grand Prix von Spanien an.

Quartararo verfolgte jenes Rennen zehn Tage vor seinem sechsten Geburtstag und wurde direkt in den Bann gezogen. „Es war das Rennen, nach dem ich MotoGP-Pilot werden wollte“, sagt der inzwischen 21-jährige Franzose und dankt Rossi: „Ich muss mich wohl bei ihm dafür bedanken. Es ist eine Freude, jetzt das Podium mit ihm geteilt haben zu dürfen.“

Fabio Quartararo mit Valentino Rossi (Foto: Twitter/@scred_MDV)