Wie schätzt Johann Zarco die beiden Avintia-Ducati-Piloten für 2021, Luca Marini und Enea Bastianini, vor deren erster MotoGP-Saison ein?

Das Ducati-Kundenteam Avintia Racing, das neuerdings offiziell unter der Bezeichnung Esponsorama Racing firmiert, stellt sich für die MotoGP-Saison 2021 fahrerseitig komplett neu auf. Johann Zarco verlässt das Team nach einem Jahr in Richtung des werksunterstützten Ducati-Satellitenteams Pramac. Und Tito Rabat muss den Rennstall trotz eines eigentlich bis Ende 2021 geltenden Vertrags verlassen.

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Denn 2021 absolvieren Luca Marini und Enea Bastianini bei Avintia-Ducati ihre Rookie-Saison in der Königsklasse. Derzeit kämpfen die beiden Italiener um den WM-Titel in der Moto2-Klasse, wobei Bastianini als Tabellenführer die bessere Ausgangsposition hat. Marini liegt hinter Sam Lowes auf dem dritten WM-Rang. Sein Rückstand auf Bastianini beträgt zwei Rennen vor Schluss der Saison 19 Punkte.

Der für Italtrans fahrende Bastianini hat im bisherigen Saisonverlauf dreimal gewonnen. Marini, der für das VR46-Team seines Halbbruders Valentino Rossi fährt, hat ebenfalls drei Saisonsiege auf dem Konto. Im nächsten Jahr sind sie bei Avintia-Ducati Teamkollegen in der Königsklasse MotoGP und werden es in der Rookie-Wertung mit mindestens einem ihrer aktuellen Moto2-Kollegen zu tun bekommen.

Avintia-Ducati: Zarco über seine Nachfolger

Denn Jorge Martin, der bis zu seiner Coronavirus-Infektion im September seinerseits lange um den Moto2-Titel 2020 mitkämpfte, fährt in der MotoGP-Saison 2021 als Teamkollege von Zarco für Pramac-Ducati. Und möglicherweise gelingt auch Marinis aktuellem VR46-Teamkollegen Marco Bezzecchi noch der Aufstieg. Er wird inzwischen als aussichtsreichster Kandidat auf die Nachfolge des bis Dezember 2023 gesperrten Andrea Iannone bei Aprilia gehandelt.

Was hält Zarco als die aktuelle Speerspitze bei Avintia-Ducati von den beiden nächstjährigen Piloten des Teams? „Ich glaube, sie sind beide stark genug und clever genug, um schnell zu lernen. Insgesamt schätze ich aber Bastianini so ein, dass er ein bisschen schneller auf Tempo kommen wird als Marini.“

Warum? „Marini hat gezeigt, dass er die Situation mit harter Arbeit und den guten Leuten, die er um sich hat, ebenfalls unter Kontrolle hat. Rein vom natürlichen Talent her glaube ich aber, dass sich Bastianini schneller umstellen können wird“, so Zarco.

Genau wie Zarco momentan, so werden auch die beiden Italiener in der kommenden Saison auf einer Ducati Desmosedici GP19 sitzen. Allerdings soll es dann ein paar Evolutionsteile der GP20 geben, wie Avintia-Teammanager Ruben Xaus am Rande des zurückliegenden Europa-GP-Wochenendes verraten hat.

Wrap-Up: Die Experten-Analyse zum Europa-GP