Abgesehen von KTM wäre ohnehin nur Aprilia dafür in Frage gekommen.

Sollte KTM im weiteren Verlauf der MotoGP-Saison 2020 die im Zusammenhang mit den Konzessionsregeln geltenden Vorteile verlieren, muss der Entwicklungsstand des Motors nicht eingefroren bleiben.

Advertisement

Die MotoGP-Herstellervereinigung (MSMA) hat einem diesbezüglich von KTM am Donnerstag in Spielberg unterbreiteten Antrag zugestimmt. Sollte der Hersteller aus Österreich also die Konzessionsvorteile verlieren, darf der Motor der RC16 trotzdem geöffnet und damit weiterentwickelt werden.

Das ist etwas, was im Sinne der Kostenreduzierung in Coronazeiten eigentlich bis Anfang 2021 verboten bleiben sollte. Abgesehen von KTM wäre ohnehin nur Aprilia dafür in Frage gekommen. Nun aber haben alle Hersteller dem Antrag von KTM auf eine Regeländerung zugestimmt.

Solange ein Hersteller die Vorteile im Zusammenhang mit den Konzessionsregeln beanspruchen darf, stehen ihm im Saisonverlauf sieben statt fünf Motoren pro Fahrer zur Verfügung. Zudem gibt es für die Stammfahrer keine Beschränkung hinsichtlich der Testtage. Aus diesem Grund konnte KTM direkt am Tag nach Brad Binders Sieg in Brünn einen Privattest einlegen.

Was die Motoren angeht, so müssen Honda, Ducati, Suzuki und Yamaha für die 14 in dieser Saison angesetzten Rennen mit fünf Triebwerken pro Fahrer auskommen. KTM darf derzeit genau wie Aprilia noch sieben Motoren einsetzen. Allerdings steht der österreichische Hersteller nach seinem ersten Sieg nun kurz davor, die Konzessionsvorteile zu verlieren.

In diesem Fall müsste auch KTM mit fünf Motoren pro Fahrer auskommen und dürfte seine Stammfahrer nicht mehr uneingeschränkt testen lassen. Als Ausgleich für dieses bevorstehende Szenario hat man den eingangs erwähnten Antrag auf Regeländerung gestellt.

Nun, da dem Antrag seitens der MSMA zugestimmt wurde, wird er an die Grand-Prix-Kommission weitergereicht. Es wird erwartet, dass anlässlich der nächsten Sitzung die Ratifizierung der Regeländerung erfolgt.