Yamaha-Pilot Valentino Rossi schließt den MotoGP-Test in Katar nach einem Sturz nur auf Platz zwölf ab. Mehr Sorgen bereitet dem Italiener aber der Reifenabbau.

Nach den positiven Vorzeichen der ersten beiden Tage beim MotoGP-Test in Katar verlief der Montag für Yamaha-Pilot Valentino Rossi nicht wie erhofft. Während sein Teamkollege Maverick Vinales sowohl auf eine schnelle Runde als auch über die Distanz beeindrucken konnte, sah sich Rossi alten Problemen gegenüber.

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Zwar sagt der Italiener: „Ich fühlte mich gut auf dem Motorrad. Mit dem ersten Reifen war ich stark, leider stürzte ich mit dem zweiten Reifen. Aus diesem Grund bin ich also Zwölfter. Aber wir machen uns mehr Sorgen um das Renntempo. Denn wie im vergangenen Jahr haben wir auf die Distanz mit den Reifen zu kämpfen“, sagt Valentino Rossi.

Vor allem der Hinterreifen baue stark ab, weshalb er das Tempo nicht halten könne, erklärt Valentino Rossi. „In den ersten Runden bin ich immer recht schnell. Aber dieses Problem (mit dem Reifenverschleiß; Anm. d. R.) ist ein großes Problem für uns und ähnelt sehr dem, was im letzten Jahr passiert ist. Wir sind also besorgt“, schlägt der „Doktor“ Alarm.

Reifenprobleme in Katar gravierender als in Sepang

Nach dem MotoGP-Test in Sepang hegte er noch die Hoffnung, dass man den Verschleiß besser im Griff habe. Denn dort baute der Reifen weniger stark ab, erinnert sich Rossi. „Auch das Tempo mit dem gebrauchten Reifen war nicht so schlecht. Hier leiden wir mehr.“ Wird die zweite Rennhälfte also erneut zum Problem für den Yamaha-Piloten?

Seine Longruns in Katar legen das zumindest nahe. Doch Rossi gibt sich kämpferisch: „Wir haben einige Daten gesammelt und müssen versuchen, die Gründe zu verstehen und sie vor dem Rennen zu beheben.“ Wenn das geschafft ist, hofft der Italiener, in der Spitzengruppe mitkämpfen zu können. Die Abstände sind denkbar knapp.

„In den Wintertests waren (Alex) Rins, (Maverick) Vinales und (Fabio) Quartararo sehr schnell, auch Franco (Morbidelli). (Marc) Marquez wurde gegen Ende stärker. Aber wir sind nicht so weit weg“, hält der „Doktor“ fest. Zwar belegte er im Endklassement nur Rang zwölf, war aber lediglich 0,474 Sekunden von der Bestzeit entfernt.

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Für Valentino Rossi ist MotoGP spannender denn je

Valentino Rossi staunt über die Leistungsdichte: „Es ist unglaublich. Wir waren 15 Fahrer in vielleicht einer halben Sekunde. Das ist fast wie in der Moto2. Das ist sehr gut für die Weltmeisterschaft und die Fans, die die Rennen verfolgen. Denn es sieht so aus, als ob das Feld zwischen den verschiedenen Fahrern und Motorrädern recht ausgeglichen ist.“

Seinen späten Sturz in Kurve 2 überstand der Yamaha-Fahrer ohne Blessuren. Den Ausrutscher nimmt er auf seine Kappe. „Ich fuhr auf dem ersten Reifen eine gute Rundenzeit und versuchte, auf dem zweiten Reifen zu pushen, weil man sich normalerweise verbessern kann“, erklärt der Italiener den Ausgangspunkt für seinen Unfall.

„Leider glaube ich, dass ich in die Kurve 2 etwas zu weit rechts eingebogen bin. Und auf der ersten Runde in dieser Kurve muss man immer aufpassen“, denn es handelt sich um eine der wenigen Linkskurven im Layout. Hier kommt es erfahrungsgemäß häufig zu Unfällen. „Mir ist das Vorderrad weggerutscht, aber ich bin in Ordnung“, sagt Valentino Rossi.

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