Cal Crutchlow kämpft noch immer mit den Folgen seiner Armpump-OP.

Cal Crutchlows Krankengeschichte geht auch in Le Mans weiter, denn noch immer laboriert der LCR-Honda-Pilot an seinem operierten rechten Arm. Diesen hatte er sich zwischen Spielberg und Misano wegen anhaltender Armpump-Probleme operieren lassen. Mit den Nachwirkungen hat der Brite bis heute zu kämpfen.

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Hatte Crutchlow die beiden Misano-Rennen aufgrund von Komplikationen nach der OP auslassen müssen, belegte er beim Grand Prix von Katalonien einen zehnten Platz, berichtete aber weiterhin über Probleme, die ihn nun auch in Le Mans beschäftigen.

„Ich verbrachte zehn Tage zu Hause und zehn Tage im Krankenhaus, wo ich Chirurgen, MRT-Scans und so weiter sah“, berichtet der 34-Jährige am Rande des Frankreich-Grand-Prix an diesem Wochenende. „Mein Arm ist im Moment, ehrlich gesagt, nicht in einer großartigen Situation.“

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Crutchlow will sich mit Dr. Mir beraten

Das sei auch einer der Gründe, aus denen er am jüngsten MotoGP-Test in Portimao nicht teilnahm. „Ich wollte den Arm nicht belasten“, so Crutchlow. „Ich werde erst dieses Wochenende wieder fahren und dann Dr. Mir noch einmal besuchen und mich mit ihm darüber beraten, was die beste Option ist.“

Denn in seinem Arm lagere sich weiterhin einige Flüssigkeit ab, er sei sehr geschwollen und der Beugemuskel „aus irgendeinem Grund sehr, sehr hart“, erklärt der MotoGP-Pilot. „Die Haut klebt vollständig am Muskel und an den Sehnen fest, und wir können sie nicht mehr entfernen. Was auch immer passiert, man kriegt sie nicht mehr ab.“

„Physiotherapie, Massage, man kann tun, was man will, aber es ist wie ein Superkleber. Normalerweise würde das Narbengewebe an der Faszie kleben, aber da ist keine Faszie, also klebt es am Muskel. Es ist also keine tolle Situation“, sagt Crutchlow.

Tripleheader könnten zum Problem werden

Langfristig mache er sich zwar keine Sorgen um seinen Arm. Angesichts der nächsten sechs Rennen in sieben Wochen (zwei Tripleheader) lässt er jedoch Vorsicht walten: „Ich weiß nicht, ob ich aussetzen muss, aber ich glaube, dass die meisten Leute nicht fahren würden oder nicht fahren könnten. Aber das ist nichts, worauf man stolz sein kann.“

Der Brite versichert: „Ich werde weiterhin meine Arbeit machen. Ich liebe meine Arbeit, ich will immer noch da draußen sein. Das Gute daran ist, dass es keine wirklichen Sicherheitsbedenken für irgendjemand anderen auf der Strecke gibt, sondern eher für mich mit meinem Arm.“

Dass sich die Situation in den nächsten Wochen merklich bessern werde, glaubt er nicht. Eine echte Heilung sei nur auf lange Sicht möglich. „Ich denke, der Arm wird sich beruhigen, wenn ich dem Problem auf den Grund gehe und wenn ich ihn reparieren lassen kann. Das Problem ist, dass wir im Moment nicht wirklich wissen, was es ist.“

„Aber ich glaube, wenn ich nächstes Jahr weiter Rennen fahre und den Winter frei habe, wird der Arm nächstes Jahr wieder in Ordnung sein. Das ist überhaupt kein Problem. Die Sorge ist, dass diese sechs Rennen in Folge schwierig sein werden.“