Laut Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta bekommen die Teams der Moto2 und Moto3 pro Fahrer 25.000 Euro Soforthilfe – denn gerade kleinere Teams müssten überleben.

Der derzeitige Stillstand aufgrund der Corona-Pandemie betrifft in der Motorrad-WM wirtschaftlich vor allem die Privatteams hart. Kleine, leidenschaftliche Rennställe bilden praktisch die Klassen Moto3 und Moto2. Viele bangen nun um ihre Existenz, denn ohne Rennen gibt es keine Einnahmen. Finanzielle Hilfen für kleine Betriebe sind von Land zu Land unterschiedlich.

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„Ich denke über viele Dinge nach und spreche mit vielen Leuten“, wird Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta von der ‚AS‘ zitiert. Der Spanier ist bekannt, dass er mit den Teams und Fahrern im Paddock engen Kontakt hält. „Wir versuchen den privaten Teams zu helfen, damit sie ihre Gehälter zahlen können.“

Ezpeleta: „Müssen schauen, dass sie durchhalten“

„Wir verstehen, dass es die Menschen sind, die unsere Meisterschaft so wertvoll machen. Es arbeiten viele Menschen bei uns. Und wir müssen schauen, dass sie durchhalten und guten Mutes sind“, spricht Ezpeleta die rund 4.000 Personen an, die im Fahrerlager arbeiten. Dass die kleinen Teams überleben, ist auch für den Promoter wichtig.

Denn wenn zu viele Privatteams zusperren müssten, könnte die Durchführung der Moto2 und Moto3 gefährdet sein. Aus diesem Grund wurden in den letzten Wochen rasch Maßnahmen getroffen. Die Team-Vereinigung IRTA, das Sprachrohr der Teams, hat mit Promoter Dorna eine finanzielle Überbrückung ausgehandelt.

MotoGP-Werksteams gehen leer aus

„Wir wissen, was die Teams der Moto2 und Moto3 brauchen und haben bisher 25.000 Euro pro Fahrer bezahlt“, nennt Ezpeleta eine konkrete Summe. Ein Team mit zwei Fahrern wird somit 50.000 Euro an Soforthilfe erhalten. In der Königsklasse ist die Situation anders. Die Werksteams sollen zunächst kein Geld bekommen.

Wie der Förderungstopf für die MotoGP-Privatteams im Detail aussieht, ist noch nicht entschieden. „Das Geld wird nicht pro Fahrer ausbezahlt, sondern pro Team. Man muss aber bedenken, wie hoch ihre monatlichen Ausgaben sind. Anhand dessen versuchen wir, ihnen mindestens für die nächsten drei Monate zu helfen“, sagt der Spanier.