Auch als MotoGP-„Rentner“ hat Casey Stoner mit Ermüdungserscheinungen und körperlichen Problemen zu kämpfen, die ihn im Alltag stark einschränken.

Casey Stoner hat weiterhin mit körperlichen Problemen und Ermüdungserscheinungen zu kämpfen. Das behinderte den Australier schon während seiner MotoGP-Karriere. 2009 musste der damalige Ducati-Pilot drei Rennen pausieren. Damals wurden die Probleme mit einer Laktose-Intoleranz in Verbindung gebracht.

Ende 2012 beendete Stoner als zweimaliger Weltmeister seine MotoGP-Karriere. Danach fuhr er zwar noch V8-Supercars und testete für Honda und Ducati, aber in jüngerer Vergangenheit wurde es ruhig um ihn. Der Grund sind wieder körperliche Probleme, die Stoner auch im alltäglichen Leben einschränken.

„Ich bin seit über einem Jahr nicht mehr Kart gefahren“, verrät Stoner im Podcast Rusty’s Garage. „Ich habe nicht mehr die Kraft, um das einen Tag lang tun zu können. Ansonsten würde ich eine Woche auf der Couch verbringen müssen. Ich habe zuletzt nicht viele Dinge tun können, die mir Spaß bereiten. Es ist frustrierend.“

Stoner: „Es ist frustrierend“

„Prinzipiell kann ich mich durch die chronische Ermüdung nicht fit und gesund halten“, sagt der heute 34-Jährige. Dazu kommen Probleme mit den Rippen, der Wirbelsäule und den Bandscheiben, wenn sie belastet werden. „Dann habe ich einen Krampf und es dauert eine gute Woche, bis ich wieder mit Gewicht belasten kann.“

Aufgrund dieser Umstände ist Stoner auch schon lange nicht mehr auf einer Rennstrecke Motorrad gefahren. Sein letzter MotoGP-Test fand im Januar 2018 in Malaysia statt. „Vor ein paar Wochen saß ich wieder auf einem Bike, als ich an meinem Geburtstag in den USA bei einer Veranstaltung war. Wir haben nicht gepusht – aber es hat gereicht, um mich zu erschöpfen.“

Ein MotoGP-Comeback, von dem immer noch viele Fans träumen, wird es definitiv nicht geben. „In den letzten Monaten geht es mir mit einer neuen medikamentösen Behandlung etwas besser. Aber ich kann überhaupt nicht trainieren und rausgehen und irgendwelche Dinge tun“, beschreibt er seine Situation. „Andernfalls müsste ich eine Woche auf der Couch verbringen, zumindest vier, fünf Tage. Das macht das Leben schwierig.“