Als Testpilot kann Cal Crutchlow in Zukunft mehr Zeit mit seiner Familie verbringen: Die Reaktion von Töchterchen Willow auf diese News war eindeutig, verrät der „Crutchdog“.

Cal Crutchlow wird seine Karriere als MotoGP-Stammpilot beenden und bei Yamaha im nächsten Jahr die Rolle als Testfahrer übernehmen. Ob der Brite in Zukunft auch Renn-Einsätze per Wildcard bestreiten wird, ist noch nicht entschieden.

Advertisement

Nach zehn Jahren und 168 Grands Prix wird der „Crutchdog“ damit merklich kürzer treten. Der 35-Jährige ist überzeugt, dass es die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt ist.

„Ich habe mit Lucy (seiner Frau, Anm. d. Red.) darüber gesprochen“, erzählt Crutchlow. „Als sich diese Möglichkeit ergeben hat, war es das, was ich machen wollte. Und auch sie wusste, dass es das ist, was ich machen will. Ich konnte nicht weitermachen wie bisher. Wir haben Willow dann erzählt, dass Daddy im nächsten Jahr nicht mehr fahren wird.“

Wrap-Up: Die Experten-Analyse zum Valencia-GP

Crutchlow: Töchterchen Willow weinte vor Freude

Die Reaktion seiner Tochter auf diese Neuigkeit bestätige Crutchlow dann endgültig darin, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. „Sie saß hinten im Auto, als wir es ihr gesagt haben. Dann hat sie gefragt: ‚Heißt das, dass Du mehr zu Hause sein wirst?‘. Und ich sagte: Ja.“

„Dann hat sie ein paar Freudentränen verdrückt. Das ist der Unterschied: Ich weiß, dass ich für meine Familie, für mich und für meine Zukunft die richtige Entscheidung getroffen habe. Es ist schwierig, diesen Sport zu verlassen. Aber ich werde immer noch etwas tun können.“

„Zeit mit Lucy und Willow zu verbringen ist etwas, das in diesem Jahr nur eingeschränkt möglich war. Als ich Willow gesehen habe, wie sie reagiert hat, war mir klar, dass ich mich richtig entschieden habe. Ich wusste es auch schon vorher – aber es war so schön, die Bestätigung dafür auch von meiner Tochter zu bekommen.“

„Crutchdog“ muss auf Adrenalin nicht verzichten

Als Testfahrer hat Crutchlow nächstes Jahr deutlich weniger zu tun, als das als Rennfahrer der Fall wäre. Trotzdem muss er nicht auf regelmäßige Adrenalinschübe auf einem MotoGP-Bike verzichten. Der Brite ist weiterhin Teil eines Projekts und verdient noch dazu gutes Geld.

Abgesehen von mehr Zeit mit seiner Familie haben auch Verletzungen seine Entscheidung beeinflusst, so Crutchlow. „Ja absolut“, gibt er zu. „Wir wissen, dass ich mich von schweren Verletzungen gut erholt habe. Aber in diesem Jahr dauert es sehr lange.“

„Ich kann nicht sagen, ob sich mein Arm für nächstes Jahr soweit erholt, dass ich 20 Grands Prix fahren kann. Wenn es so eine Saison wie in diesem Jahr wird, mit vielen Rennen hintereinander, wäre es für mich schwierig, ganz ehrlich. Ich wollte nicht in diese Situation kommen. Und ich will auch nicht jede Woche nach Hause fahren und dort Reha machen, weil ich verletzt bin.“