Zwar verkürzt Valentino Rossi den Rückstand auf die Pole-Zeit in Misano 2, startet aber trotzdem nur von P7 – für das Rennen hat er einen Favoriten ausgemacht.

Mit einem Startplatz in den ersten beiden Reihen klappte es für Valentino Rossi anders als in der Vorwoche dieses Mal zwar nicht. Dennoch sieht der Yamaha-Pilot am zweiten Qualifying-Tag in Misano Fortschritte. Vor allem was sein Gefühl auf dem Bike und seine Pace für den Grand Prix der Emilia Romagna angeht.

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„Wir mussten uns im Vergleich zur Vorwoche steigern, denn jeder hat an Tempo zugelegt. Aber wir haben viel am Motorrad gearbeitet. Und ich habe mich gut gefühlt und war in der Lage, meine Pace zu verbessern“, resümiert der Italiener, der in der vergangenen Woche lange um einen Podiumsplatz kämpfte und am Ende Vierter wurde.

Das Qualifying der MotoGP: Grand Prix of Emilia Romagna

Rossi verkürzt Rückstand gegenüber Misano 1

Von P4 war er dabei auch ins Rennen gegangen. Dieses Mal reichte es nur zu Startplatz sieben. Allerdings hat Rossi auf die Spitze weniger Rückstand als noch vor einer Woche. „Das Qualifying war eine spannende Angelegenheit. Ich bin recht glücklich, denn am Ende haben mir nur drei Zehntel auf die Pole-Position gefehlt“, sagt er.

Leider bedeutet das in einem so engen Fahrerfeld – die Top 10 lagen im Qualifying gerade mal eine halbe Sekunde auseinander – eben „nur“ Platz sieben. Doch der Yamaha-Pilot betont: „Ich hatte ein besseres Potenzial. Leider sind mir auf meiner Runde ein paar Fehler unterlaufen. Es war nicht mein Maximum. Aber ich fühle mich gut auf meinem Motorrad und denke, dass da noch mehr drin ist.“

„Es muss von Beginn an alles passen“

Mit Blick auf das Rennen weiß Rossi: „Aus der dritten Reihe zu starten, ist in der modernen MotoGP schwierig. Es muss von Beginn an alles passen, vor allem der Start und die erste Kurve. Die erste Runde wird morgen sehr wichtig sein. Man muss aggressiv sein, gleichzeitig aber auch an das komplette Rennen denken.“

Seine schnellste Runde im Qualifying fuhr der „Doctor“ übrigens hinter Francesco Bagnaia, der die Pole wegen Missachtung der Track-Limits knapp verpasste, weil ihm die Bestzeit nachträglich aberkannt wurde. „Leider hat er das Grün berührt, sonst stünde er auf der Pole-Position. Ich schätze ihn für morgen sehr, sehr stark ein. Denn er hat eine sehr gute Pace“, hat er den Pramac-Piloten auf dem Zettel.

„Pecco fährt sehr, sehr gut“, schwärmt Rossi. „Er ist mit seinem Fahrstil in der Lage, die Ducati perfekt zu nutzen und ihre Schwächen zu kompensieren. Gleichzeitig weiß er die Vorteile, die die Ducati hat, etwa beim Motor und in der Beschleunigung, maximal auszunutzen. Sie ist ein High-Performance-Bike, aber nicht leicht zu fahren.“