Die Zukunft von Chaz Davies bei Ducati ist noch nicht geklärt. Er könnte seinen Platz womöglich verlieren.

Mit der Verpflichtung von Jack Miller für das MotoGP-Werksteam im nächsten Jahr hat Ducati den Stein ins Rollen gebracht. Danilo Petrucci wird seinen Platz verlieren, wenn Andrea Dovizioso seinen Vertrag verlängert. Petrucci muss sich nach neuen Möglichkeiten umsehen.

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Der Mugello-Sieger von 2019 will in Zukunft in der Königsklasse bleiben. Aprilia würde Petrucci reizen, aber auch KTM. Eine andere Möglichkeit könnte sich in der Superbike-WM ergeben. Ducati schließt nicht aus, dass man ihm dort einen Platz anbieten könnte.

Das wären schlechte Nachrichten für Chaz Davies, der für Petrucci sein Motorrad abgeben müssen würde. „Wir haben noch nicht die Gespräche für die Zukunft aufgenommen, zumindest noch keine ernsthaften“, sagt Davies. Seit 2014 fährt er für Ducati.

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Phillip Island: Gleich im Schatten von Scott Redding

Dreimal wurde der Waliser mit der V2-Panigale Vizeweltmeister. Trotz zahlreicher Rennsiege schaffte er es aber nie, Kawasaki-Ass Jonathan Rea vom Thron zu stoßen. Als im vergangenen Jahr die V4 R debütierte, stand Davies im Schatten von Teamkollege Alvaro Bautista.

„Es ist kein Geheimnis, dass der Jahresbeginn für mich schwierig war. Aber ich habe ein Rennen gewonnen und stand mehrmals auf dem Podium. Man kann das leicht übersehen, weil Alvaro so stark in die Saison gestartet ist. Ab der Saisonhälfte habe ich ihn aber mehrmals besiegt.“

In Laguna Seca kehrte Davies auf die Siegerstraße zurück. Im letzten Saisondrittel mischte er dann wieder regelmäßig in der Spitzengruppe mit. Es wurde WM-Rang sechs. Diesen Aufwärtstrend wollte der 33-Jährige in die Saison 2020 mitnehmen.

„Es ist meine zweite Saison auf der V4 und für mich die Chance, auf dem Vorjahr – das natürlich turbulent war – aufzubauen. Ab Saisonmitte hatte ich viele gute Rennen und die Pace für das Podium.“ Ein schlechtes Qualifying beim Saisonauftakt in Phillip Island verhagelte Topergebnisse.

Davies kam in Australien auf den Plätzen acht, 13 und fünf ins Ziel. Damit stand er gleich zum Auftakt im Schatten eines neuen Teamkollegen Scott Redding. Der amtierende BSB-Meister jubelte in allen drei Rennen als Dritter auf dem Podest.

„Man will seinen Teamkollegen immer schlagen. Es ist egal, ob ich mit Scott gut oder schlecht auskomme. Der Job und der Hunger, ihn zu schlagen, ist immer gleich“, sagt Davies. „Aber mit Scott glaube ich, dass wir abseits der Rennstrecke gemeinsam lachen können.“