Am 4. Februar hat Aprilia-Pilot Andrea Iannone die Chance, sich im Rahmen einer Doping-Anhörung zu verteidigen – die Zeit bis zum Sepang-Test wird immer knapper.

Noch hat Aprilia die Hoffnung, dass Andrea Iannone beim MotoGP-Test in Sepang dabei sein kann. Nachdem sich eine beim Malaysia-Grand-Prix genommene Dopingprobe als positiv herausstellte und Iannone vorläufig suspendiert wurde, steht nun der Termin für seine Anhörung vor dem Internationalen Disziplinargericht der FIM.

Dieser ist für den 4. Februar angesetzt und fällt folglich mit dem Ende des MotoGP-Shakedowns in Sepang zusammen, der wenige Tage vor dem offiziellen Test-Start stattfindet. Beim Shakedown dürfen die Testfahrer der Werksteams sowie die Piloten der Konzessions-Teams (Aprilia und KTM) gewissermaßen schon vorglühen.

Aprilia-Star Iannone droht lange Sperre

Dort wird Iannone also definitiv fehlen. Neben Stammpilot Aleix Espargaro und Testfahrer Bradley Smith soll dem Vernehmen nach Lorenzo Savadori dabei helfen, Daten zu sammeln. Jedoch nicht auf der neuen RS-GP, sondern dem Vorjahres-Motorrad. Für den anschließenden Sepang-Test ist sein Einsatz derzeit noch offen.

Ausschlaggebend dafür wird sein, wie schnell der Doping-Fall um Iannone voranschreitet. Bis zum 31. Januar hat die Verteidigung des Italieners nun erst einmal Zeit, eine Liste von Zeugen vorzubereiten. Sie sollen bei der Anhörung im schweizerischen Mies am 4. Februar zu Wort kommen. Der Termin ist für 13:00 Uhr Ortszeit anberaumt.

Kontaminierte Lebensmittel als Ursache?

Die Verteidigungs-Strategie besteht darin, auf ein Versehen zu plädieren, da die verbotene Substanz Drostanolon nur in geringen Mengen nachgewiesen werden konnte. Iannones Anwälte versuchen deshalb zu beweisen, dass der MotoGP-Pilot in den fünf Wochen seines Asien-Aufenthalts kontaminierte Lebensmittel zu sich genommen hat.

Mit seiner Entscheidung hat das Internationale Disziplinargericht der FIM 45 Tage Zeit. Da der Sepang-Test aber schon drei Tage nach der Anhörung beginnt, muss Aprilia auf ein sofortiges und mildes Urteil hoffen. Es kann – je nach Beweislage – von einem einfachen Verweis bis zur Disqualifikation (max. vier Jahre) reichen…