Andrea Iannone bleibt bis auf Weiteres von allen Aktivitäten unter dem Banner des Motorrad-Weltverbands gesperrt. Das Ergebnis der Anhörung steht noch aus.

Am Hauptsitz des Motorrad-Weltverbands FIM in Genf fand am Dienstag die Anhörung im Dopingfall Andrea Iannone statt. Der Aprilia-Werkspilot aus der MotoGP-WM hatte dabei die Gelegenheit, sich vor drei Richtern zu äußern, um seine Unschuld zu beweisen.

Allerdings hat die Anhörung bislang kein abschließendes Ergebnis zu Tage gebracht. Laut einer Mitteilung der FIM vom Dienstagabend 20:00 Uhr MEZ „läuft das Verfahren noch weiter bis eine Entscheidung des Internationalen Disziplinargerichts vorliegt“.

Bis dahin bleibt Iannone „einstweilig gesperrt und darf daher bis auf Weiteres an keinem Motorrad-Wettbewerb oder an damit in Zusammenhang stehenden Aktivitäten teilnehmen“, so das Statement der FIM.

Iannone seit 17. Dezember gesperrt

Bereits seit dem 17. Dezember 2019 ist Iannone, der seit Beginn der MotoGP-Saison 2019 für Aprilia fährt, einstweilig von der FIM gesperrt. Grund dafür ist, dass er bei einer Dopingkontrolle positiv auf die verbotene Substanz Nandrolon getestet wurde. Es handelt sich dabei um ein anaboles Steroid.

Besagte Probe, die erst im Dezember ausgewertet wurde, hatte Iannone bereits am 3. November 2019 am Rande des Grand Prix von Malaysia in Sepang abgeben müssen. Kurz nach Bekanntgabe, dass diese positiv auf eine verbotene Substanz anschlug, beantragte Iannone die Öffnung der B-Probe. Diese bestätigte das erste Ergebnis. Die Folge war die Anhörung in Genf, deren abschließendes Ergebnis abzuwarten bleibt.

Erste offizielle Testwoche

Von Freitag bis Sonntag dieser Woche geht wiederum in Sepang die erste offizielle Testwoche des MotoGP-Jahres 2020 über die Bühne. Aprilia wird dabei aller Voraussicht nach auf Iannone verzichten müssen. Italienische Medien gehen davon aus, dass die abschließende Entscheidung der FIM noch mindestens zehn Tage auf sich warten lassen wird.

Beim gerade absolvierten Shakedown-Test, der von Sonntag bis Dienstag ebenfalls in Sepang stattfand, fuhren Bradley Smith und Lorenzo Savadori die neue RS-GP. Stammpilot Aleix Espargaro gab auf der Neuentwicklung mit ihren innovativen Features ein vorgezogenes Debüt am Dienstag.

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