Ducati hat den Motocross-Start von Andrea Dovizioso trotz Verletzungsrisiko erlaubt. Nun herrscht große Erleichterung, dass er in Jerez voraussichtlich nicht fehlt.

Trotz Verletzung ist der Start bei einem Motocross-Rennen für Andrea Dovizioso doch noch glimpflich ausgegangen. Der Ducati-Pilot trat am vergangenen Sonntag auf der Strecke Monte Coralli in der italienischen Provinz Faenza an. Bei einem Sturz brach sich „Dovi“ das linke Schlüsselbein. Nach einer Operation ist man zuversichtlich, dass sein Start beim MotoGP-Saisonauftakt am 19. Juli in Jerez nicht gefährdet ist.

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Normalerweise dürfen MotoGP-Fahrer während oder kurz vor dem Start einer Saison in keiner anderen Rennserie fahren. Das gilt vor allem für Kategorien mit erhöhter Verletzungsgefahr. Autorennen sind deutlich sicherer, weshalb der DTM-Auftritt von Andrea Dovizioso im vergangenen Jahr in Misano kein Problem war.

Viele Fahrer trainieren zwar während der Saison oft Motocross, aber Training und Rennen sind zwei Paar Schuhe. Im Training sollen die Fahrer vorsichtig sein. Trotzdem kommt es immer wieder zu Verletzungen. Ducati wollte dem Italiener den Start beim Motocross-Rennen dennoch ermöglichen, damit er nach der langen Corona-Pause wieder Wettbewerbsgefühl erlebt.

Ducati gab grünes Licht

„Wir wissen, dass Motocross gewisse Risiken birgt“, sagt Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti. „Trotzdem haben wir Andrea erlaubt, an diesem lokalen Rennen teilzunehmen. Er hatte uns erklärt, dass er wieder diese Gefühle spüren muss, die man nur in einem echten Wettbewerb erlebt.“ Nach wochenlangem Motocross-Training gab es somit grünes Licht.

„Auf der anderen Seite ist Motocross eine Disziplin, die viele MotoGP-Fahrer regelmäßig trainieren. Deshalb müssen wir erleichtert sein, dass seine Verletzung keine derart ernsthaften Konsequenzen hat, dass Andrea beim Saisonstart in Jerez fehlen würde“, sagt Ciabatti. Etwas mehr als zwei Wochen bleiben noch bis zum ersten Rennen.

Andrea Dovizioso wurde noch am Sonntag in einem Krankenhaus in Modena am Schlüsselbein operiert. Montagvormittag konnte er das Krankenhaus bereits verlassen und nach Hause nach Forli fahren. Gemeinsam mit Physiotherapeut Fabrizio Borra begann man sofort mit der Planung für die Rehabilitation, denn jeder Tag wird wichtig werden.

Andrea Dovizioso: „Habe kaum Schmerzen“

„Ich habe keine starken Schmerzen, was mich optimistisch stimmt“, sagt Andrea Dovizioso. „Ich bin zuversichtlich, dass ich mich in den kommenden Wochen erholen und für den ersten Grand Prix in Jerez in Form sein werde.“ Die Konzentration liegt nun auf seiner Gesundheit. Ungeklärt ist nach wie vor Doviziosos Zukunft.

Die Gespräche zwischen dem amtierenden Vizeweltmeister und Ducati sind zum Stillstand gekommen. „Wir konzentrieren uns jetzt auf 2020“, sagt sein Manager Simone Battistella bei ‚Sky Sport Italia‘.“

„Über 2021 werden wir nachdenken, wenn wir mit den Verhandlungen beginnen.“ Das soll dem Vernehmen nach im August rund um die Rennen in Österreich passieren.