Verbaler Schlagabtausch zwischen den Teamchefs: Ducati-Boss Paolo Ciabatti glaubt, dass Hondas Alberto Puig seine Aussagen falsch interpretiert – nur um Kontroversen auszulösen.

Blickt man auf den WM-Stand zur Halbzeit der MotoGP-Saison 2019, ist Marc Marquez eine Klasse für sich. Mit 58 Punkten Vorsprung führt der Honda-Pilot die Gesamtwertung vor Ducati-Konkurrent Andrea Dovizioso an. Während dieser vier Mal auf dem Podest stand, schaffte Marquez das mit Ausnahme von Austin in allen bisherigen Saisonrennen.

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Honda selbst weiß, welche Waffe sie mit dem Spanier im Team haben – ebenso wie die Konkurrenz. Deshalb wird Ducati, in den vergangenen beiden Jahren mit Dovizioso immer Vize-Weltmeister hinter Marquez, nicht müde zu betonen, dass Honda ohne das Ausnahme-Talent im Nirgendwo landen würde. Dafür spricht, dass bis dato nur zwei Mal zwei Hondas auf dem Podest standen – in Katar und zuletzt in Deutschland.

Honda RC213V speziell für Marquez gebaut?

„Honda hat ein Motorrad für Marquez gebaut. Dahinter ist meist eine Yamaha oder eine Ducati, aber nie eine andere Honda“, urteilte Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti kürzlich. „Wir kämpfen also gegen Marquez.“ Ohne ihn hätte Honda seit Casey Stoner im Jahr 2011 keine Titel mehr gewonnen, so Ciabatti weiter. Die Reaktion von Honda folgte prompt.

Teammanager Alberto Puig wehrte sich in einem spanischen Interview. Und erinnerte an die vielen Rennen und Titel, die Honda in der Vergangenheit mit verschiedenen Fahrern gewonnen hat. Zugleich stichelte er: „Mit der Ducati hat nur ein Mann gewonnen. Und das in einem Jahr unter besonderen Umständen.“ Seitdem kämpfe Ducati mit allen Mitteln darum, den Titelgewinn wieder zu schaffen – jedoch ohne Erfolg.

„Puig interpretiert meine Aussagen falsch“

Darauf angesprochen, erklärt Ciabatti im Gespräch mit ‚Motorsport-total.com‘: „Puig interpretiert meine Aussagen falsch, um Kontroversen zu erzeugen. Auf diese Weise kann er Ducati angreifen.“ Er selbst habe nur eine unwiderlegbare Tatsache festgestellt. „Nämlich Marcs Relevanz bei den Siegen und Meisterschaften, die Honda seit seinem Debüt in der MotoGP 2013 gesammelt hat“.

„Bei allem Respekt für Honda wären ihre Zahlen ohne Marquez sehr unterschiedlich ausgefallen. Und das, obwohl es zwei großartige Fahrer wie Dani Pedrosa und Cal Crutchlow gibt“, so Ciabatti. Fakt ist aber auch, dass Honda in den letzen beiden Jahren jeweils das Triple mit Fahrer-, Team- und Hersteller-Titel gelang. Ducati dagegen geht seit Jahren immer wieder leer aus.

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