Ducati-Fahrer Chaz Davies war im ersten Aragon-Rennen der schnellste Mann, doch Startplatz neun kostet im Endeffekt den Sieg – „Die gleiche Scheiße wie immer“

Chaz Davies war im ersten Rennen der Superbike-WM im MotorLand Aragon der schnellste Mann auf der Strecke. Der Ducati-Pilot pflügte von Startplatz neun durch das Feld und konnte in der Schlussphase noch zu Jonathan Rea (Kawasaki) und zu Teamkollege Scott Redding aufschließen.

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In den letzten beiden Runden ließ Redding aber keinen Angriff mehr zu. Davies sorgte als Zweiter für den Ducati-Doppelsieg. Mit einem besseren Startplatz hätte der Waliser womöglich seinen achten Sieg auf dieser Strecke feiern können.

Was war in der Superpole los? „Im Qualifying war es wie bei ‚Und täglich grüßt das Murmeltier‘. Die gleiche Scheiße auf einer anderen Strecke“, sagt Davies zerknirscht. „Ich dachte, dass die Performance mit dem Qualifying-Reifen okay war.“

„Aber als ich dann die Rundenzeit und die kleine Steigerung im Vergleich zum Rennreifen gesehen habe, war es extrem enttäuschend. Wieder nur Neunter zu sein, war frustrierend. Das hat die erste Hälfte meines Rennens beeinflusst.“

Aragon Round: Rennen 1

Große Fehler gab es nicht. Davies konnte schlicht mit dem weichen Qualifying-Reifen seine Zeit nicht deutlich verbessern: „Ich könnte jetzt nicht sagen, dass während der Superpole bei mir viel passiert wäre. Die anderen Fahrer waren einfach schneller.“

In der Anfangsphase des Rennens musste sich Davies durch das Feld arbeiten. Nach sechs Runden war er Sechster und einen Umlauf später schließlich Dritter. „Es war eine Balance, um einerseits die Reifen zu schonen und andererseits Zeit auf Johnny und Scott gutzumachen.“

„Das war sehr knifflig. Ich schätze, man hat im Fernsehen gesehen, dass ich etwas näher gekommen bin und dann wieder etwas verloren habe. Dann sind sie mir davongefahren, weil ich zu diesem Zeitpunkt noch meine Reifen geschont habe.“

„Dann sagte ich mir: ‚Okay, ich muss jetzt attackieren und alles aus dem Reifen holen, damit ich rankomme‘. Das habe ich auch geschafft. Ich hätte vielleicht noch eine Runde gebraucht, um eine Chance zu haben und auch Scott zu überholen.“

Knapp hatte es nicht gereicht. „Ich fühlte mich am Limit. Für das Rennende muss ich für morgen noch Kleinigkeiten verbessern, aber es war auch harte Arbeit, um überhaupt so weit nach vorne zu kommen. Vielleicht habe ich den Reifen zu hart belastet.“

Am Sonntag muss Davies im Sprintrennen (ab 11:00 Uhr) erneut von Startplatz neun angreifen.