Ducati steht in der MotoGP für Innovationen – doch aktuell sorgen sich die Italiener darum, diesen Vorteil in naher Zukunft nicht mehr in die Waagschale werfen zu können.

Aus Kostengründen wird auch in der MotoGP-Saison 2021 mit dem Entwicklungsstand von 2020 gefahren. Das wurde noch vor dem Start der diesjährigen Saison beschlossen. Offen ist allerdings, wie sich diese Vereinbarung auf die Kräfteverhältnisse in der Motorrad-Königsklasse auswirken wird.

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Bei Ducati macht man sich diesbezüglich Sorgen. „Ob wir diejenigen sind, die am stärksten betroffen sind? Ja, das ist der Fall“, glaubt Technik-Direktor Davide Barana. „Für uns ist es schwieriger. Ducati hat gezeigt, dass sie der innovativste Hersteller der MotoGP sind.“

Ducati-Technikchef: „Sind am stärksten betroffen“

„Wir sind diejenigen mit den meisten Innovationen. Das weiß jeder“, bestätigt Gabriele Conti, leitender Elektronik-Ingenieur. „Es wird schwieriger, wenn Kosten, Entwicklungen und die Tests auf der Strecke reduziert werden. Denn es ist kompliziert, Innovationen zu liefern, ohne sie vorher unter Renn-Bedingungen testen zu können.“

„Es ist wichtig, die Ideen vorher zu simulieren, bevor man sie auf der Strecke probiert. Man muss sehr viel Zuversicht haben, wenn man eine neue Lösung probiert. Man hat dafür immer nur eine Chance“, erklärt Conti, der sich intensiv mit Simulationen befasst.

In Sachen Aerodynamik wird bei Ducati noch getüftelt. „Für 2020 gibt es noch einige Bereiche, die wir noch nicht homologiert haben. Wie zum Beispiel die Verkleidung des Vorderrads und den hinteren Bereich der Maschine. Wir werden dafür noch ein bisschen Zeit aufwenden“, schildert Aerodynamik-Entwicklungschef Edoardo Lenoci. „Auch die internen Luftkanäle wurden noch nicht homologiert. Wir können auch diesen Bereich noch verfeinern.“