Magny-Cours war in den vergangenen drei Jahren stets der Ort der WM-Feierlichkeiten: Doch in diesem Jahr wird die Meisterschaft erst beim Saisonfinale entschieden.

Die WSBK-Saison 2020 wird erst beim Saisonfinale in Estoril entschieden. Jonathan Rea (Kawasaki) beendete den zweiten Lauf in Magny-Cours nur auf Position vier und scheiterte damit an der vorzeitigen WM-Entscheidung.

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Herausforderer Scott Redding (Ducati) vertagte mit dem Sieg im Sonntags-Rennen die Feierlichkeiten des Titelverteidigers, der in den vergangen drei Jahren immer in Magny-Cours die Meisterschaft sicherstellen konnte.

„Ich erwartete nichts. Erwarte das Unerwartete. Das ist bei diesen Wetterbedingungen in Magny-Cours immer so“, kommentiert Jonathan Rea das zweite Rennen. Und er nennt die Probleme: „Das gesamte Wochenende über konnte man beobachten, dass wir zu kämpfen hatten, wenn es nicht allzu nass war. Das war im Warm-up und in der Superpole der Fall.“

Jonathan Rea kämpft mit der Traktion seiner Kawasaki

„Vor allem die Traktion war schlecht. Ich verlor am Ausgang von Kurve 5 viel. Die Traktionskontrolle musste zu stark eingreifen. Das Hinterrad drehte zu stark durch. Das ruinierte mein Rennen. Die Abstimmung der Maschine war aber gut. In den Schikanen war ich schnell“, analysiert der Rekord-Weltmeister.

„Das Rennen machte Spaß, weil das Motorrad sehr unruhig war. Ich fuhr am Limit. Es hat Spaß gemacht. Leider verpasste ich das Podium, was das eigentliche Ziel gewesen wäre“, kommentiert er den vierten Platz. Neben Sieger Scott Redding waren auch noch Loris Baz (Ten-Kate-Yamaha) und Chaz Davies (Ducati) schneller als Jonathan Rea.

„Platz vier war das Maximum“, bemerkt Rea. Der Titel dürfte dem fünfmaligen Weltmeister nicht mehr zu nehmen sein. „Ich muss nur noch drei Punkte sammeln. Wir befinden uns in einer guten Position“, kommentiert Rea. Und er scherzt: „Ich liebe Magny-Cours, doch es ist schön, woanders zu feiern.“

WM-Entscheidung erst beim Finale in Portugal

„Wir müssen das aber erst einmal hinbekommen. Aber klar, es macht mir sehr viel Mut, mit so viel Vorsprung ins letzte Wochenende zu gehen – vor allem nach dem Nuller zu Saisonbeginn auf Phillip Island. Wir haben hart weitergearbeitet und gewannen sehr viele Rennen. Und wenn wir nicht gewinnen konnten, dann waren wir nah dran. Jetzt rückt die WM näher und ich kann daran denken. Das ist richtig cool“, freut sich Jonathan Rea.

Aktuell lässt sich schwer abschätzen, wer beim Saisonfinale stark sein wird. Estoril ist neu im WSBK-Kalender. „Ich freue mich, Estoril kennenzulernen. Das Layout sieht sehr gut aus. Das sollte mir und der Kawasaki gut liegen“, schaut Jonathan Rea auf das finalen Event der WSBK-Saison 2020 in zwei Wochen.

French Round: Rennen 2