Dritter selbstverschuldeter Sturz in Folge: Valentino Rossi scheidet beim Frankreich-Grand-Prix kurz nach dem Start aus und rutscht in der WM auf die 13. Position ab.

Groß waren die Erwartungen bei Yamaha-Pilot Valentino Rossi beim Frankreich-Grand-Prix in Le Mans. Der Kurs zählt zu den Paradestrecken des Italieners und liegt auch der Yamaha M1. Doch in diesem Jahr war das Rennen für den Altmeister bereits nach wenigen hundert Metern vorbei . Rossi stürzte in der ersten Linkskurve und konnte seine Yamaha danach nicht wieder in Gang bringen.

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„Es ist sehr schade, denn ein Sturz in der ersten Kurve ist immer das Schlimmste, was passieren kann. Ich konnte keine Runden fahren und erfuhr deshalb nicht, wie das Gefühl für das Motorrad gewesen wäre. Ich konnte mein Potenzial nicht erfahren. Es ist wirklich schade“, ärgert sich Valentino Rossi über den Fehler kurz nach dem Start des Rennens.

Auf Grund der drei Nullrunden in Folge verlor Rossi den Anschluss an die WM-Spitze und rutschte sogar aus den Top 10. Aktuell ist der „Doctor“ nur noch 13. der Fahrerwertung. „Es ist ein schwieriger Moment, denn ich hatte ziemliches Pech. Bei den vergangenen drei Rennen sammelte ich keine Punkte“, bedauert die Startnummer 46.

Bitter: Drei Stürze in Folge auf Valentino Rossis Paradestrecken

Unter normalen Bedingungen wäre Valentino Rossi in Le Mans durchaus ein Kandidat für das Podium gewesen. „Ich war in den Trainings ziemlich schnell. Es ist also ziemlich schlecht gelaufen. Mit einem Blick auf die Meisterschaft sieht es nicht gut aus. Auf dem Papier wären diese drei Rennen in Misano, Barcelona und Le Mans gut gewesen. Normalerweise bin ich auf diesen Strecken stark“, bemerkt Rossi.

„Wir hätten bei diesen Rennen Punkte sammeln müssen, denn jetzt geht es nach Aragon und Valencia. Das sind Strecken, die sehr schwierig sind in der Theorie. Das war zumindest in der Vergangenheit so. Es wird eine größere Herausforderung sein, dort schnell zu sein. Warten wir es ab, auch wenn diese Strecken für uns alles andere als fantastisch sind“, so Rossi.

In Le Mans waren alle Yamaha-Piloten im Regen langsam. „Bei Mischbedingungen haben wir zu kämpfen. Es war nass, aber nicht richtig nass. Es war nicht trocken genug für Slicks. Doch es stand auch kein Wasser auf der Strecke. Wenn es richtig nass ist, sind wir mit der Yamaha nicht so schlecht. Doch bei halbnassen Bedingungen haben wir mit der M1 zu kämpfen“, erklärt Valentino Rossi.

Yamaha auf halbnasser Strecke im Nachteil

In welchen Bereichen liegt Yamaha im Nassen zurück? „Beim Beschleunigen verlieren wir, weil wir nicht genug Haftung am Hinterrad haben. Es ist schwierig, das Motorrad zu kontrollieren“, nennt Rossi die größten Probleme bei Mischbedingungen.

Ärgerlich für Valentino Rossi ist, dass er im Trockenen gute Rundenzeiten fuhr und somit ohne den Regen gut für das Rennen gerüstet gewesen wäre: „Für Yamaha ist es sehr schade. Jeder ging von einem Rennen auf trockener Strecke aus. Im Trockenen funktionierte die M1 im Training sehr gut. Alle vier Yamahas waren schnell. Wir hätten ein gutes Rennen fahren können. Es ist wirklich sehr schade.“

Schlussendlich war WM-Leader Fabio Quartararo als Neunter bester Yamaha-Pilot. „Er hat gute Arbeit geleistet“, lobt Rossi. „Er sammelte Punkte, blieb ruhig und machte keine Fehler. Das war sehr wichtig für die Meisterschaft. Sein Sieg in Barcelona war großartig. Es war sein bester Sieg, denn die Bedingungen waren nicht einfach. Ich denke, er wird bis zum Ende der Saison sehr stark sein.“

Das Rennen der MotoGP: Grand Prix of France