Das Petronas-Duo hinterlässt beim MotoGP-Test in Katar einen starken Eindruck. Fabio Quartararo ist im Renntrimm nahe an Vinales dran. Franco Morbidelli steigert sich.

Yamaha schaffte es beim MotoGP-Test in Katar mit drei Fahrern in die Top 3. Hinter der Bestzeit von Werkspilot Maverick Vinales reihten sich im Klassement aller drei Tage die Petronas-Fahrer Franco Morbidelli und Fabio Quartararo ein. Ihre Rückstände waren mit 0,033 beziehungsweise 0,180 Sekunden denkbar gering.

Zwar steigerte Quartararo seine persönliche Bestzeit vom Sonntag am letzten Testtag nicht. Das lag aber vor allem daran, dass der Franzose eigenen Angaben zufolge „keine wirkliche Zeitattacke“ startete. „Wir haben eine Rennsimulation gemacht. Das Tempo war wirklich gut und wir haben noch ein wenig Spielraum“, sagt der 21-Jährige.

„Ich bin wirklich glücklich, denn es war ein hohes Tempo von 1:54er-Zeiten für fast die gesamte Rennsimulation.“ Damit war der Petronas-Pilot, der in diesem Jahr eine aktuelle Werksmaschine pilotiert, in etwa ähnlich gut unterwegs wie Vinales. So reibungslos wie bei ihm verlief das Testfinale für Quartararo allerdings nicht.

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Fabio Quartararo am letzten Testtag mit technischem Defekt

Wie schon am Vortag musste er seine Yamaha M1 mit einem mechanischen Problem zwischenzeitlich abstellen. Sein Testprogramm störte das aber nicht merklich. „Ich glaube, ich kann meinen Zeitangriff noch verbessern“, hält der Yamaha-Kundenpilot mit Blick aufs Klassement fest. „Denn ich habe auf meiner Runde einen Fehler gemacht.“

Seine schnellste Zeit am Montag fuhr er mit fünf Runden alten Reifen. „Und sie war immer noch recht gut, weniger als zwei Zehntel hinter den anderen Jungs“, sagt Fabio Quartararo. „Für das GP-Wochenende möchte ich die schnelle Runde verbessern. Da wir wissen, dass das unsere Spezialität ist, aber wir es hier nicht geschafft haben.“

Petronas-Pilot Morbidelli resümierte den Katar-Test ähnlich zufrieden und zuversichtlich wie sein Teamkollege. „Ich bin sehr glücklich mit meiner Vorsaison. Wir sind von Tag zu Tag besser geworden. In Sepang hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl. Schon dort konnten wir uns sukzessive steigern. Hier war das auch der Fall“, urteilt er.

Zeelenberg: „Franco hat bewiesen, wie schnell er ist“

Sowohl auf der schnellen Runde als auch im Longrun sieht der Italiener Fortschritte. „Jetzt geht es darum, das, was wir in den Tests gezeigt haben, auch im Rennen unter Beweis zu stellen.“ Anders als Fabio Quartararo muss Mordidelli in dieser Saison mit der A-Spec-Yamaha vorliebnehmen, die ein Hybrid aus aktuellen und älteren Teilen ist.

Wilco Zeelenberg, Teammanager bei Petronas, lobt beide Fahrer: „Fabio war eindeutig schnell wie im vergangenen Jahr. Aber jetzt hat Franco einen Schritt nach vorne gemacht und mit einem Top-Drei-Resultat auch bewiesen, wie schnell er ist. Yamaha hat uns zwei gute Motorräder versprochen, und das haben sie uns eindeutig gegeben.“

Katar-Test: Highlights vom 1. Tag