Zu hoher Druck im Vorderreifen sorgt für den Rückfall von Fabio Quartararo in Aragon 1. So schätzt er nach dem Verlust der WM-Führung seine Chance ein.

Für Fabio Quartararo ging es beim ersten MotoGP-Rennen im MotorLand Aragon (Spanien) nur in eine Richtung – rückwärts. Von der Pole-Position gestartet wurde der Fahrer vom Petronas-Yamaha-Team durchgereicht. Schließlich sah er die Zielflagge als 18. Damit sammelte der Franzose keinen WM-Punkt.

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Das hatte zur Folge, dass Fabio Quartararo die WM-Führung an Joan Mir abgeben musste. Bei vier noch ausstehenden Rennen hat er sechs Punkte Rückstand auf den Suzuki-Fahrer. Am Samstag hatte sich Fabio Quartararo bei einem Sturz im Training die Hüfte geprellt.

Das war aber nicht der Grund für seinen Rückfall im Rennen. „Körperlich bin ich okay, ich hatte keine Probleme“, bestätigt er. Und nennt den wahren Grund: „Wir müssen jetzt die Ursachen herausfinden, denn der Druck im Vorderreifen war außer Kontrolle und nicht normal.“

Fabio Quartararo: „Reifenwahl war korrekt“

„Die Reifenwahl war korrekt. In den ersten drei Runden war alles perfekt. Ich hatte ein sehr gutes Gefühl und alles war okay. Ab Runde drei war der Reifendruck viel höher als normal. Da waren aber noch 20 Runden zu fahren.“

„Man kann sich also vorstellen, wie der Druck bei Rennhalbzeit war“, schildert Fabio Quartararo. „Der Druck war außer Kontrolle. Wir sind bei diesen Bedingungen nicht gefahren. Ich konnte nicht bremsen, nicht lenken, nicht in Schräglage fahren.“

„Wir wissen nicht, warum der Druck so extrem gestiegen ist. Normalerweise steigt der Druck ein wenig, aber das war nicht normal. Es ist schwierig zu verstehen. Wir müssen genau herausfinden, was das Problem war.“

Gibt es noch eine Chance gegen Suzuki?

Fabio Quartararo schätzt, dass er vielleicht nicht um den Sieg hätte kämpfen können, aber ein Platz in den Top 5 wäre mit normalem Druck im Vorderreifen im Bereich des Möglichen gewesen. Er hat jetzt genau wie Mir bei zwei Rennen keine WM-Punkte gesammelt.

Ist Suzuki außer Reichweite? „Ich denke, wir können mit ihnen kämpfen. In Aragon ist es vielleicht schwierig, aber dann kommt Valencia. Dort bin ich normalerweise schnell. Beim Test im vergangenen November war ich mit diesen neuen Reifen sehr schnell.“

„Wir müssen clever sein. Das nächste Rennen wird wichtig, denn ich darf keine Punkte verlieren und will welche aufholen. Ich denke, wir können gegen sie kämpfen. Es sind nur sechs Punkte Abstand“, sieht Fabio Quartararo die WM noch nicht verloren.

Fabio Quartararo: „Es hätte noch schlimmer kommen können…“

„Ich bin natürlich froh, dass in Aragon Rins gewonnen hat und in Le Mans Petrucci. Aber unser Ergebnis ist wichtig. Unser Sonntag war ein Desaster. Es hätte noch schlimmer kommen können, wenn Mir vor Vinales und ‚Dovi‘ gewonnen hätte.“

„Der Druck ist nicht wirklich bei mir. Ich habe die WM zwar angeführt, aber das Team gibt es erst seit dem vergangenen Jahr. Auch für mich ist es das zweite Jahr und ich bin nicht einmal in einem Werksteam. Der Druck ist bei den Werksfahrern. Es war ein schwieriges Rennen mit einem technischen Problem, aber ich fühle mich okay. Es hätte ein schlimmerer Tag sein können.“

Das Rennen der MotoGP: Grand Prix of Aragon