Jack Miller sichert sich im ersten Freien Training der MotoGP in Spielberg die Bestzeit vor Ducati-Kollege Andrea Dovizioso. KTM auf Platz drei, Yamahas mit Rückstand.

Jack Miller hat das erste Freie Training der MotoGP in Spielberg mit einer Bestzeit beendete. Mit 1:23.859 Minuten setzte er sich bei trockenen und sonnigen Bedingungen knapp gegen Ducati-Markenkollege Andrea Dovizioso durch, der Zweiter wurde. Tech-3-KTM-Pilot Miguel Oliveira schaffte es als Dritter in die Top 3.

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Mit dem Vorteil, bereits vor einer Woche in Spielberg gefahren zu sein, schossen sich die Fahrer schnell auf die Strecke ein. An der Spitze wurden schon in der Frühphase tiefe 1:24er-Zeiten gefahren. Bei den Reifen hatten sich alle Fahrer im ersten Run für den weichen Vorder- und den Medium-Hinterreifen entschieden.

Ein Pilot fehlte: Der frisch operierte Johann Zarco muss die ersten beiden Trainings aussetzen und wartet auf seinen Fitness-Check an diesem Nachmittag. Erst dann wird sich herausstellen, ob er die Rennfreigabe für den Rest des Wochenendes erhält.

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Strafe für Johann Zarco

Auch ob er für die Kollision mit Franco Morbidelli am vergangenen Sonntag in Spielberg bestraft, stand mit Beginn des ersten Training noch nicht fest. Doch im Verlauf bestätigte sich: Zarco muss am Sonntag (bei seinem nächsten Rennen) aus der Boxengasse starten. In Kurve 3 wurde die Streckenbegrenzung innen als Reaktion auf den Sturz derweil verlängert.

Nach dem ersten Run stand im Klassement eine Honda-Bestzeit zu Buche: Takaaki Nakagami lag mit 1:24.103 Minuten an der Spitze, gefolgt vom Spielberg-1-Podium in Form von Andrea Dovizioso, Joan Mir und Jack Miller, die sich dahinter einreihten.

Die Yamahas blieben in der ersten Hälfte des Trainings unauffällig. Fabio Quartararo lag als schnellster Yamaha-Pilot mit einer halben Sekunde Rückstand auf Rang sechs. Wie schon am vergangenen Wochenende hatte der Franzose immer wieder mit Verbremsern zu kämpfen und war darüber sichtlich verärgert.

Vier Tausendstel zwischen Jack Miller und Andrea Dovizioso

Mit Beginn der zweiten Sessionhälfte schob sich dann Maverick Vinales in die Top 3. Wir wissen, dass mit dem Spanier auf einer schnellen Runde immer zu rechnen ist. Allerdings hat er im Rennen, gerade im Verkehr, immer wieder Probleme, sich zu behaupten.

An der Reihenfolge änderte sich lange Zeit nichts, da die meisten Fahrer mit gebrauchten Reifen arbeiteten und sich auf Feinheiten am Set-up konzentrierten. Erst in den letzten Minuten des Trainings zogen viele noch einmal weiche Reifen auf, um eine Zeitattacke zu starten. Damit kam auch wieder Bewegung ins Klassement.

Die Nase vorn hatten am Ende mit Jack Miller und Andrea Dovizioso zwei Ducatis. Die beiden trennten nur vier Tausendstel. Miguel Oliveira hielt die KTM-Ehre als Drittplatzierter hoch. Mit Brad Binder auf sieben und Iker Lecuona auf acht schafften es zwei weitere KTMs in die Top 10. Pol Espargaro verpasste sie als Elfter knapp.

Nakagami bester Honda-Fahrer

Hinter den Top 3 reihte sich Nakagami als bester Honda-Fahrer ein. Joan Mir bescherte Suzuki Platz fünf, Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) folgte als Sechster. Vinales und Quartararo kamen am Ende nicht über die Positionen neun und zehn hinaus.

Yamaha-Markenkollege Valentino Rossi war am Freitagmorgen nur an 17. Stelle zu finden. Sein Rückstand auf Jack Miller belief sich auf 0,840 Sekunden. Auch die beiden Repsol-Honda-Piloten lagen weit zurück: Alex Marquez wurde Sechzehnter, Ersatzfahrer Stefan Bradl belegte als 21. mit einer Sekunde Rückstand den letzten Platz.

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