Die sechs Hersteller besprechen in einem außerordentlichen Meeting Maßnahmen zur Kosten-Reduktion: Gibt es 2021 keine neuen Motoren und Aero-Entwicklungen?

Nach aktuellem Stand ist unklar, ob die MotoGP-Saison 2020 überhaupt stattfinden kann. Die ersten acht Stopps des Jahres wurden wegen der Coronavirus-Pandemie bereits verschoben oder abgesagt.

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Mit einem Blick auf die Ein- und Ausreiseverbote in den verschiedenen Ländern darf bezweifelt werden, dass der Grand-Prix-Zirkus bald wieder zur Normalität zurückkehrt. Hinter den Kulissen wird bereits diskutiert, wie man in diesen schwierigen Zeiten die Ausgaben senken kann.

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09. Apr | 2:00 Min

Motor- und Aero-Entwicklung soll eingefroren werden

Am Mittwoch treffen die sechs MotoGP-Hersteller in einem Meeting der Hersteller-Vereinigung MSMA aufeinander. Bei diesem Treffen sollen Maßnahmen zur Kosten-Senkung besprochen werden. Es wird angestrebt, die Motor- und Aerodynamik-Entwicklung einzufrieren.

Sollte dieser Vorschlag in die Tat umgesetzt werden, treten Honda, Ducati, Yamaha und Suzuki in der Saison 2021 mit genau den Motoren an, die sie am Donnerstag vor dem abgesagten Katar-Grand-Prix Anfang März homologiert haben. Mit Ausnahme von KTM und Aprilia, die weiterhin entwickeln dürften.

Rettungs-Pakete sollen Teams am Leben halten

„Es ist ein logischer Schritt“, lässt ein Insider aus FIM-Kreisen im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘ durchblicken. „Es wurde bereits etwas vorbereitet, aber noch wurde keine Entscheidung getroffen. Die Saison 2020 wird komprimiert, sofern sie denn stattfindet. Eingefrorene Motoren für ein weiteres Jahr wäre die vernünftigste Entscheidung.“

Um das Überleben der privaten Teams zu sichern, hat die Dorna bereits ein Rettungs-Paket für die privaten MotoGP-Teams sowie die Teams der kleinen Klassen geschnürt. Neun Millionen Euro werden an die Rennställe ausgeschüttet, um so ihr Überleben zu sichern.