Valentino Rossis Vater ist sicher, dass die Motivation seines Sohnes ungebrochen ist – erste Gespräche zwischen Yamaha und Petronas haben bereits stattgefunden.

Valentino Rossi wird der MotoGP noch länger erhalten bleiben. Der neunmalige Motorrad-Weltmeister teilte kürzlich mit, dass er immer noch motiviert ist und aller Voraussicht nach auch 2021 mit dabei sein wird. Erste Gespräche zwischen Yamaha und Satelliten-Team Petronas SRT haben bereits stattgefunden.

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Rossis Vater Graziano ist sich ebenfalls sicher, dass die gelbe Nummer 46 noch länger auf den Rennstrecken dieser Welt Gas geben wird. „Ich denke, er kann noch drei bis vier Jahre fahren. Er hat noch kein Interesse, seine Karriere zu beenden. Wahrscheinlich auch nicht in einem Jahr. Dessen bin ich mir sicher“, erklärte Rossi senior jetzt gegenüber ‚Rai Sport‘.

Rossi-Wechsel: Petronas-Teamchef bestätigt Gespräche

„Und ich bin überzeugt, dass Valentino noch immer ein konkurrenzfähiger Fahrer ist. Er kann immer noch Rennen gewinnen, wenn die Umstände passen. In der aktuell schwierigen Situation zählt Erfahrung. Und das könnte für Valentino eine Chance sein“, glaubt Graziano Rossi, der früher selbst Rennen in der 250er-Klasse gewonnen hat.

Der Wechsel von Rossi zu Petronas-Yamaha könnte in diesem Sommer fixiert werden. Eventuell schon vor den ersten Grands Prix, die für Ende Juli oder spätestens im August geplant sind. Die derzeit ruhige Phase während der Corona-Zwangspause will man nutzen, um alle Details zu klären. Ein Anfang wurde offenbar bereits gemacht.

„Wir haben mit Yamaha gesprochen und kennen ihr Vorhaben“, bestätigt Petronas-Teamchef Razlan Razali gegenüber ‚Motorsport-Total.com‘. „Wir müssen uns jetzt mit allen Parteien verständigen und die Details besprechen. Das wurde noch nicht getan. Bisher haben wir die technischen Aspekte besprochen.“ Denn Yamaha hat Rossi zugesichert, dass er weiterhin Werksmaterial bekommen wird.

Razali: „Momentan sieht alles gut aus“

Ein wesentlicher Aspekt ist die kommerzielle Seite. „Wir dürfen nicht vergessen, dass Valentino zu unseren Sponsoren passen muss. Wir müssen abschätzen, was es uns bringen würde, wenn wir ihn für ein Jahr unter Vertrag nehmen. Es ist klar, dass die Aufmerksamkeit groß wäre. Momentan sieht alles gut aus. Aber wir müssen noch die Details analysieren“, so Razali.

Ein anderer Aspekt betrifft die restlichen Personalfragen. Denn es geht nicht nur um den Fahrer alleine, sondern auch um seine Crew. Razali bestätigt, dass Fabio Quartararo einige Leute ins Yamaha-Werksteam mitnehmen kann. Darunter wäre auch sein Crew-Chief Diego Gubellini. Es soll aber nicht die komplette Crew wechseln.

Auf der anderen Seite könnte Rossi auch nicht seine gesamte Mannschaft zu Petronas mitnehmen. „Wir haben Yamaha klar gemacht, dass wir unser eigenes technisches Team haben“, betont Razali. „Wir wollen diese Struktur nicht komplett auflösen. Zwei oder drei von Rossis Mechanikern könnten sicher kommen. Aber wir müssen mit ihm noch darüber sprechen.“