Valentino Rossi zeigt beim Malaysia-Grand-Prix seine stärkste Vorstellung seit Monaten: Er verpasst das Podium knapp, zieht aber ein positives Fazit.

Insgeheim hatte sich Valentino Rossi beim Grand Prix von Malaysia am Sonntag Chancen auf seinen ersten Podestplatz seit April ausgerechnet. Nach den 20 Rennrunden in Sepang hat er dieses Ziel knapp verpasst. Weniger als 0,4 Sekunden hinter seinem italienischen Landsmann Andrea Dovizioso (Ducati) kam Rossi mit seiner Yamaha auf dem vierten Platz ins Ziel.

Dovizioso lobt Rossi für dessen „aggressiven, aber sauberen“ Zweikampf. Wie hat Rossi seinerseits das Duell erlebt? „In den Kurven war ich ein bisschen schneller als er, aber auf den Geraden war er sehr stark. Ich habe es versucht, aber es hat nicht ganz gereicht. Ich hatte nicht ganz das Tempo“, so Rossi.

„Das Podest habe ich wohl in der ersten Kurve verloren“, ärgert sich Rossi. Er erinnert sich: „Ich hatte eine Berührung mit Petrucci. Wir mussten beide weit gehen und Marquez kam vorbei. Hätte ich innen eng bleiben können, wäre Marquez zwar trotzdem vorbei gekommen. Ich denke aber, ich hatte den Rhythmus, um an ihm dranbleiben zu können. Vielleicht hätte er mich auf den Geraden gezogen.“

Rossi: „Zug war abgefahren“

„So war aber ich in der zweiten Kurve Neunter und damit weiter hinten als ich gestartet war“, bemerkt Rossi, der von P6 ins Rennen gegangen war. „Mir ist es gelungen, noch einige Positionen aufzuholen, aber der Zug für das Podest war abgefahren. Vielleicht hätte ich Dovizioso direkt zu Beginn überholen sollen, aber das ist mir nicht gelungen.“

Grundsätzlich ist Rossi mit seiner Sonntagsfahrt in Sepang aber zufrieden. Ein Jahr nachdem er dort die große Chance auf den Sieg durch Sturz in Führung liegend vergab, ist er diesmal im Sattel geblieben. Mit dem ersten Podestplatz seit Austin im April hat es zwar nicht geklappt, aber anders als bei den zurückliegenden Rennen baute der Hinterreifen an der M1 von „The Doctor“ diesmal nicht so stark ab.

„Es war ein gutes Rennen, vor allem im Vergleich zum Ergebnis vom vorigen Wochenende (P8 auf Phillip Island; Anm. d. Red.). Ich wäre natürlich gerne auf das Podium gefahren, aber leider ist es mir nicht gelungen, ‚Dovi‘ zu schlagen. Insgesamt war es aber ein gutes Rennen, denn ich habe die schnellste Rennrunde gedreht und fühlte mich gut. Der Grip am Hinterrad war diesmal deutlich besser. Ich konnte bis zum Schluss so fahren wie ich wollte.“