Alvaro Bautista hinterließ in der bisher einzigen trockenen Trainingseinheit einen sehr starken Eindruck: Der Spanier kennt den Kurs besser als der Großteil des Feldes

Bei den vergangenen Aragon-Events der Superbike-WM wurde offensichtlich, dass Honda deutliche Fortschritte beim Fireblade-Projekt erzielen konnte. Alvaro Bautista sicherte sich im Motorland das erste Podium mit der neuen CBR1000RR-R Fireblade und Teamkollege Leon Haslam fuhr beim abschließenden Rennen auf Platz vier und holte damit sein bisher bestes Saisonergebnis. Beim Renn-Wochenende in Barcelona mischt Honda ebenfalls an der Spitze mit. Ist das finale Spanien-Event die perfekte Gelegenheit für den ersten Sieg mit der neuen Fireblade?

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„Mit Sicherheit kommen wir näher an die Spitze und einen möglichen Sieg heran“, bemerkt Alvaro Bautista im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘. „Mein Ziel ist es, einen weiteren Schritt in diese Richtung zu machen. Dieser Kurs ist speziell. Im Rennen muss man die Reifen verwalten. Es ist mehr ein Rennen, das man überleben muss. Es geht nicht darum, von Beginn an zu pushen.“

„Wir versuchen, unser Maximum zu erreichen. Aber es ist nicht unsere Obsession, hier zu gewinnen. Für mich ist es wichtiger, das Feedback und das Gefühl für das Motorrad zu verbessern, damit wir den Rückstand verringern können“, stellt Bautista klar.

In der einzigen trockenen Session, dem ersten Freien Training, gab Bautista zu Beginn das Tempo vor. „Ich fühlte mich bereits beim ersten Stint sehr wohl“, kommentiert der Lokalmatador. Schlussendlich zogen einige Fahrer vorbei, doch das hatte einen Grund.

„Ich fuhr die gesamte Trainingseinheit mit dem gleichen Reifensatz. Das war wichtig, denn dieser Kurs beansprucht die Reifen sehr stark. Ich hatte am Ende des Trainings einen guten Eindruck vom Motorrad. Viele Fahrer verwendeten in der Schlussphase einen frischen Reifen. Dadurch verlor ich meine Spitzenposition“, erklärt Bautista.

Wie in Aragon versucht der Honda-Pilot, die Rennen mit dem weichen Superpole-Rennen-Reifen (SCX) fahren zu können. „Es hängt davon ab, wie man zu Beginn pusht. Man ist mit dem Reifen zu Beginn vermutlich drei oder vier Zehntelsekunden schneller. Aber dafür kann man in den finalen Runden Sekunden verlieren. Es hängt davon ab“, grübelt Bautista.

„Ich verwendete im FT1 den SCX-Reifen und fuhr damit beinahe eine Renndistanz. Ich spürte, dass der Reifen abbaut. Doch im FT1 hat der Belag andererseits noch nicht so viel Haftung. Wir arbeiten daran, den SCX-Reifen im Rennen verwenden zu können“, so der Vize-Weltmeister von 2019.