500er-Legende Mick Doohan spricht über Hondas Fokus auf die Wünsche von Marc Marquez: Der Australier erklärt, warum das für ihn die richtige Herangehensweise ist.

Die Honda RC213V hat den Ruf eines schwer zu fahrenden Bikes mit großem Potenzial. Mit Marc Marquez am Lenker fuhren die Japaner damit WM-Titel in Serie ein. Doch in diesem Jahr zeigte sich was passiert, wenn der Ausnahme-Könner mal nicht fahren kann.

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Honda erlebt dadurch die schwierigste Saison seit Jahren. Haben sich die Japaner zu sehr auf Marquez‘ Wünsche konzentriert? Nein, findet Grand-Prix-Legende Mick Doohan. Der Australier ist überzeugt, dass Honda keinen Fehler gemacht hat, bei der Entwicklung genau auf das zu hören, was Marquez fordert.

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Doohan: Marquez ist schnell und gewinnt Rennen

„Schlussendlich entwickelt Honda das Motorrad basierend auf Marcs Wünschen. Er ist der schnellste Fahrer und derjenige, der damit Rennen gewinnt. Und das ist genau das, was getan werden muss. Wenn andere Fahrer nicht mit dem Motorrad zurechtkommen, dann ist es weder deren noch Hondas Schuld“, kommentiert Doohan im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘.

„Die Honda war schon immer ein schwierig zu fahrendes Motorrad. In der Vergangenheit verstanden nicht alle Fahrer, was das Bike vermittelte. Ich denke aber nicht, dass die Honda ein schlechtes Motorrad ist“, bemerkt Doohan. „Es ist offensichtlich, dass es für Marc entwickelt wurde. Und das sollte auch so sein, weil er der dominante Fahrer ist.“

Honda schon seit jeher schwer zu fahren

Auch in der Vergangenheit galten die Hondas in der Königsklasse nicht gerade als fahrerfreundlich. „Es gab eine Zeit, in der sieben Fahrer im Feld eine Honda pilotierten. Aber nur einer davon konnte konstant gewinnen“, erinnert sich Doohan, der Honda fünf Titel in Folge bescherte.

„Ich denke, Marc liegt richtig, wenn er meint, dass das Motorrad nicht einfach ist. Doch der Gewinn der Weltmeisterschaft ist ja auch nicht einfach. Er versteht, was die Honda verlangt, um gewinnen zu können“, ist der Australier überzeugt.