Auch am finalen Testtag in Portimao fährt Superbike-Pilot Alvaro Bautista auf der Honda Fireblade gnadenlos hinterher. Leon Haslam beendet den Test als Sechster.

Licht und Schatten bei Honda am finalen WSBK-Testtag in Portimao: Während Leon Haslam mit der neuen Fireblade in die Top 6 vordrang und nur noch 0,851 Sekunden auf Spitzenreiter Toprak Razgatlioglu (Yamaha) einbüßte, lag Alvaro Bautista auch am Montag noch immer weit zurück.

Als Sechzehnter fehlten dem Honda-Neuzugang satte 2,755 Sekunden auf die Tagesbestzeit. Langsamer war nur Sandro Cortese (Barni-Ducati). Die Probleme, die Bautista bereits am ersten Testtag monierte, schienen sich auch am letzten Tag nicht zu bessern. Entsprechend ernüchtert äußerte sich der Spanier.

„Diese Tests waren hart für uns, weil wir in Jerez wegen des schlechten Wetters nicht viel testen konnten. Deshalb mussten wir uns hier in Portimao auf die gesamte Arbeit konzentrieren und im Grunde genommen versuchen, vier Arbeitstage in nur zwei Tagen zu absolvieren“, beklagte Bautista.

Honda-Teamkollege Haslam deutlich vor Bautista

Er habe deshalb mehr Zeit in der Garage als auf der Strecke verbringen müssen. „Das ist natürlich ein bisschen frustrierend, wenn man einfach alles fertig haben, einen neuen Reifen einbauen und loslegen will. Jedenfalls ist das die Art von Arbeit, die bei einem neuen Projekt erledigt werden muss“, weiß Bautista.

Seine Hoffnung ruht nun darauf, dass die gesammelten Daten bei der Entwicklung des Motorrads nützlich sein werden und er beim letzten Test auf Phillip Island noch einen Schritt nach vorn machen kann. Mindestens die Lücke zu Teamkollege Haslam gilt es zu schließen. Für ihn ist die Fireblade ebenfalls neu.

Dennoch kam der Brite auf Anhieb besser zurecht, machte vor allem am zweiten Tag einen Satz nach vorn. „Wir haben einige gute Schritte gemacht und vieles durchgenommen, was wir zu testen hatten“, sagte Haslam zufrieden. Er steigerte seine eigene Bestzeit um mehr als eine Sekunde.

Hoffnung ruht auf letztem WSBK-Test in Australien

„Wir haben vielleicht nicht den Schritt gemacht, den andere mit dem weichen Quali-Reifen gemacht haben, aber alles in allem sind die Rundenzeiten nicht allzu schlecht, und ich war mit den Rennreifen ziemlich zufrieden“, erklärte der Honda-Pilot weiter. Generell sieht auch er noch Luft nach oben.

„Wir sind noch nicht in der Phase, in der wir die Feinabstimmung des Motorrads vornehmen, da wir noch grundlegende Komponenten testen. Ich kann es kaum erwarten, jetzt nach Phillip Island zu kommen, es ist eine meiner Lieblingsstrecken. Der Test dort wird auch sehr wichtig sein“, blickt Haslam voraus.

Ziel für das erste Rennwochenende (28. Februar bis 1. März) sei es schließlich, von Anfang an wettbewerbsfähig zu sein. Bis dahin wird Honda in Japan weiter am Motorrad arbeiten. Die offizielle Präsentation des Werksteams findet kurz vor dem Saisonauftakt der Superbike-WM am 21. Februar in Tokio statt.

Die Zeiten vom Test in Portimao (27. Januar):

1. Toprak Razgatlioglu (Yamaha) – 1:40.804 Minuten
2. Scott Redding (Ducati) – 1:40.883
3. Loris Baz (Ten-Kate-Yamaha) – 1:40.994
4. Michael van der Mark (Yamaha) – 1:41.426
5. Chaz Davies (Ducati) – 1:41.599
6. Leon Haslam (Honda) – 1:41.655
7. Tom Sykes (BMW) – 1:41.786
8. Eugene Laverty (BMW) – 1:41.990
9. Federico Caricasulo (GRT-Yamaha) – 1.42.030
10. Garrett Gerloff (GRT-Yamaha) – 1:42.045
11. Michael Ruben Rinaldi (Go-Eleven-Ducati) – 1:42.309
12. Leandro Mercado (Motocorsa-Ducati) – 1:42.462
13. Xavi Fores (Puccetti-Kawasaki) – 1:42.802
14. Sylvain Barrier (Brixx-Ducati) – 1:43.458
15. Christophe Ponsson (Aprilia-Testteam) – 1:43.480
16. Alvaro Bautista (Honda) – 1:43.559
17. Sandro Cortese (Barni-Ducati) – 1:43.804