Seine unkonstanten Leistungen mit der 2020er-Yamaha im Vergleich zu Franco Morbidelli lassen Fabio Quartararo alles andere als hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.

Drei Rennen hat Fabio Quartararo in der MotoGP-Saison 2020 bislang gewonnen. Seine Ergebnisse bei den übrigen zehn Grands Prix waren dagegen durchwachsen. Seit seinem Sieg in Barcelona fuhr der Franzose in fünf Rennen nur noch 17 Punkte ein. Ein Umstand, der ihn beunruhigt in die Zukunft blicken lässt.

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„Ja, ich mache mir Sorgen“, gesteht Quartararo. „Im Vorjahr sind wir 19 Rennen auf 19 verschiedenen Strecken gefahren. Und das Motorrad war auf allen 19 Strecken gut. In diesem Jahr sind wir 14 Rennen auf sieben, acht Strecken gefahren. Nur drei oder vier waren gut – der Rest war ein Desaster.“

Quartararos Befürchtung: Das 2020er-Motorrad von Yamaha ist nicht so gut wie das alte Bike, das Franco Morbidelli fährt. Der Italiener hat inzwischen auch drei Siege auf dem Konto, grüßt vor dem Saisonfinale in Portimao als Zweiter in der Fahrerwertung. Der einstige Shooting-Star Quartararo ist dagegen auf Platz fünf zurückgefallen.

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Quartararo: 2020er-Yamaha zu unkonstant

Für nächstes Jahr wird sich bei den Motorrädern nicht allzu viel ändern. Morbidelli bleibt beim älteren Modell, während Quartararo, Maverick Vinales und Valentino Rossi mit der 2020er-Version fahren werden. In diesem Jahr gibt es auch keine Winter-Tests mehr.

„Für mich ist der Schritt zwischen dem 2020er- und dem 2019er-Bike sehr groß“, meint Quartararo. Aber, räumt er ein: „Natürlich hat sich auch Franco gesteigert. Während er 2019 keine Podestplätze hatte, ist er dieses Jahr viel schneller. Er verdient sich das, weil er sehr gut arbeitet.“

„Was mich angeht, bin ich weniger happy, obwohl ich drei Rennen gewonnen habe. Denn ich glaube, dass wir mit einem konstanteren Bike um viel mehr Siege hätten kämpfen können. Ich bin nicht glücklich, aber Anfang des Jahres wollte ich eben dieses Motorrad haben.“

Bike-Auswahl dieses Jahr „die falsche Entscheidung“

„Das war auch einer der Gründe, warum ich für das Werksteam unterschrieben habe. Ich wollte dieses Bike haben. Leider war das für dieses Jahr wohl die falsche Entscheidung“, bedauert der 21-Jährige. „Es ist frustrierend, weil wir trotzdem sehr hart arbeiten.“

„Normalerweise sollte das Werksmotorrad ähnlich oder besser sein. Man kann aber sehen, dass das alte Bike in punkto Konstanz scheinbar besser funktioniert. Es wäre spannend zu wissen, wie der neue Hinterreifen mit dem alten Motorrad funktioniert.“

Quartararo erinnert dabei an den Valencia-Test im November 2019 und vergleicht ihn mit den letzten zwei Renn-Wochenenden. „Beim Test war ich extrem schnell. Jetzt im Rennen habe ich genau den gleichen Hinterreifen verwendet wie damals. Und trotzdem hat mir auf Franco eine Sekunde gefehlt.“

„Deshalb glaube ich, dass wir beim Paket für 2021 sehr clever sein müssen. Ich habe für nächstes Jahr etwas im Kopf und hoffe, dass Yamaha auf mich hört. Gleichzeitig mache ich mir aber auch ein bisschen Sorgen, weil ich in manchen Rennen überhaupt keinen Spaß hatte…“