Jack Miller fährt 2021 für das Ducati-Werksteam. Dieses sieht er in Hinblick auf die neue Saison gefordert.

In der abgelaufenen MotoGP-Saison konnte sich Ducati den Titel in der Herstellerwertung sichern. Bei den Fahrern war Andrea Dovizioso als WM-Vierter bester Ducati-Pilot. Der neue Michelin-Hinterreifen bereitete Dovizioso große Probleme. Jack Miller wird 2021 Nachfolger im Werksteam. Der Australier pilotierte bereits 2020 eine aktuelle Werks-Ducati und hat eine klare Vorstellung, was Ducati für 2021 verbessern muss.

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„Auf Kursen, auf denen die Haftung nicht so berauschend ist, wie zum Beispiel in Aragon oder in Brünn, haben wir stärker zu kämpfen“, stellt Miller fest und fordert: „Das ist einer der entscheidenden Bereiche, die wir verbessern müssen.“

„Wir müssen bei allen Bedingungen konstant gut sein. An Tagen, an denen die Haftung gut ist, sind wir sehr stark. Doch an den Tagen, an denen der Grip schlecht ist, haben wir große Schwierigkeiten“, erkennt Miller, der von Pramac ins Werksteam wechselt.

MotoGP-Teams liefern Ducati Infos zur Entwicklung

Doch wie kann Ducati mehr mechanischen Grip erzeugen? „Wir probierten am Motorrad alles Mögliche. Wir modifizierten die Geometrie der Maschine so sehr es nur möglich war. Doch unterm Strich war es nicht gut genug, um schnell zu sein“, gesteht Miller.

Jetzt liegt es an Ducati, die Erfahrungen der Rennteams auszuwerten und Lösungen zu präsentieren. „Die Jungs müssen daran arbeiten. Sie sind jetzt am Drücker. Diesbezüglich müssen sie sich Gedanken machen. Wir haben unsere Arbeit erledigt und ein Verständnis dafür entwickelt, was das Motorrad macht“, bemerkt Miller.

„Wir haben sehr präzise Feedbacks geliefert. Jetzt müssen die Leute bei Ducati diese Aussagen auswerten und in Ergebnisse umwandeln. Doch wir wissen nicht, was herausgekommen ist, bis wir es probiert haben“, so Miller.

Tests im Winter nicht aussagekräftig?

Bei den Vorsaison-Tests kehren die MotoGP-Piloten nach dem Jahreswechsel zurück auf die Strecke, doch Miller macht sich Sorgen, wie aussagekräftig die Tests sind: „Bei den Tests war die Haftung immer sehr gut. Deshalb war es schwierig, etwas zu sagen.“

Auch wenn die Ducati-Werkspiloten in der Saison 2020 teilweise stark zu kämpfen hatten, macht er sich keine Sorgen: „Jedes Motorrad hat seine Stärken und Schwächen. Das ist das Schöne am Motorrad-Rennsport. Man hat nie ein perfektes Motorrad. Man muss mit dem zurechtkommen, was man zur Verfügung hat. Man muss versuchen, es damit hinzubekommen.“

„Es gab einige Strecken, auf denen das Motorrad phänomenal war, wie zum Beispiel Österreich oder Misano. Im Vergleich zum Vorjahr lief es dort sehr gut“, vergleicht Miller. „Die diesjährige Maschine war in einigen Bereichen besser. Aber es gibt immer Raum für Verbesserungen.“

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