Im Samstags-Rennen kämpft Jonas Folger mit der Haftung und rätselt, warum er an einigen Stellen so viel Zeit verliert – Bereits die Superpole lief nicht nach Plan

Nach dem vielversprechenden Trainingsauftakt am Freitag in Estoril waren die Erwartungen bei Jonas Folger groß, im ersten Rennen in die Top 10 zu fahren. Ein Top-8-Ergebnis hätte den Deutschen zufrieden gestellt. Doch am Ende musste sich Folger trotz einiger Ausfälle mit Platz elf zufriedengeben .

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Bereits in der Superpole lief es nicht nach Plan. Mit Rennreifen lag Folger auf Position drei, doch beim finalen Versuch mit dem Qualifying-Reifen konnte sich der Deutsche nicht verbessern. Im ersten Sektor fuhr Folger absolute Bestzeit, doch dann brachte er die Runde nicht zusammen.

„Ich habe einen Fehler gemacht“, gesteht Folger. „Auf der Gegengerade bin ich geradeaus gefahren. Der Reifen hat die Runde darauf nachgelassen. Dieser Reifen ist nur für eine Runde. Wir hatten ohnehin Grip-Probleme. Die Superpole habe ich leider vermasselt. Zum Glück bin ich zuvor mit dem SCX eine einigermaßen gute Runde gefahren.“

Pirelli Estoril Round: Rennen 1

Von Startplatz elf aus verlor Folger nach dem Start einige Positionen. „Es war nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Der Start war nicht optimal“, ärgert sich der Yamaha-Pilot. „Zwischendrin war ich nur vier Sekunden vom fünften Platz entfernt. Es war alles sehr eng vor mir. Aber ich war nicht ganz bei der Musik. Ich bin die identischen Zeiten gefahren, schaffte aber nie den Anschluss an die Gruppe.“

„Ich hatte mit der Haftung zu kämpfen. Das müssen wir analysieren. Es gab viele Ecken, in denen ich auf die anderen verloren habe. Ich konnte nicht den Grip aufbauen und musste sehr zeitig ins schwächste Mapping wechseln, um den Reifen zu schonen. Das hat alles nichts geholfen. Wir müssen das mit den anderen Yamaha-Piloten vergleichen“, bemerkt Folger.

„Ich hoffe, dass wir die Daten bekommen, um zu erkennen, woran es lag“, kommentiert der Wildcard-Starter. Aber an welchem Yamaha-Fahrer will sich Folger orientieren? Sieger Toprak Razgatlioglu hat einen sehr speziellen Fahrstil. „Wir müssen schauen, welche Daten wir bekommen. Das haben wir nicht in der Hand“, so Folger. „Wir müssen den Yamaha-Jungs vertrauen und hoffen, dass wir das richtige bekommen.“