Kein Podium beim WSBK-Saisonfinale in Estoril: Jonathan Rea stürzt im finalen Rennen des Jahres und riskierte damit Kawasakis Titel in der Herstellerwertung.

Superbike-Weltmeister Jonathan Rea erlebte in Estoril das schwierigste Wochenende der WSBK-Saison 2020. Nur 20 Punkte sammelte der alte und neue Weltmeister in den drei Rennen. Aber in keinem der Rennen schaffte es Rea in die Top 3. Den zweiten Hauptlauf beendete der Brite nach einem Sturz nur auf der 14. Position.

Advertisement

„Ich war zu Beginn des Rennens schnell. Ich riskierte den weichen Vorderreifen, den die Yamaha-Piloten am Samstag verwendet hatten. Aber ich hatte nichts zu verlieren und probierte es“, berichtet Jonathan Rea, der beim Kampf mit Yamaha-Pilot Toprak Razgatlioglu stürzte.

„Ich hatte jedoch das Gefühl, schneller als Toprak zu sein. Also attackierte ich ihn, doch jedes Mal konterte er. Als es in Kurve 3 eine Lücke gab, probierte ich es. Doch der Platz reichte nicht. Er machte die Tür zu“, beschreibt Rea den Sturz.

Jonathan Rea: „Wollte das Rennen beenden“

„Mein Lenkerstummel war verbogen und mein Bremshebel auch. Ich wollte das Rennen beenden. Es war das letzte Rennen des Jahres. Ich wusste, dass ich nicht allzu viele Punkte holen kann“, schildert Jonathan Rea. Mit seinem Sturz setzte er aber den Gewinn der Herstellerwertung aufs Spiel.

Schlussendlich holte sich Kawasaki mit nur einem Punkt Vorsprung den Titel. „Ich hoffte, dass einer der anderen Kawasaki-Piloten genug Punkte holt, um den Herstellertitel zu sichern. Zum Glück gelang uns das dank Xavi Fores„, bemerkt Jonathan Rea. Und er bedankt sich beim Puccetti-Piloten, dessen acht Punkte schließlich Kawasaki den Titel bescherten.

Pirelli Estoril Round: Rennen 2