Erstmals seit Anfang Februar testet Jorge Lorenzo wieder für Yamaha: Beim Portimao-Test sind die Getriebe-Abstimmung und die Reifen im Fokus.

Am Mittwoch und Donnerstag ist Jorge Lorenzo beim Portimao-Test wieder für Yamaha im Einsatz. Nach Anfang Februar in Sepang ist es erst das zweite Mal, dass der dreimalige MotoGP-Weltmeister wieder für Yamaha fährt.

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„Ich freue mich, dass ich wieder die Yamaha fahren kann, weil ich neun Monate – fast ein Jahr lang nicht gefahren bin. Es war noch nie der Fall, dass ich so lange nicht gefahren bin“, sagt Jorge Lorenzo. „Natürlich wird es nicht einfach, denn es ist schwierig, sich auf diese Bikes zu gewöhnen.“

„Aber wir haben zwei Tage auf dieser neuen Strecke. Es ist mit den Höhenunterschieden eine besondere Strecke. Deshalb ist es wichtig, keine dummen Fehler zu machen und Yamaha die bestmöglichen Informationen zu geben.“

Jorge Lorenzo testet mit 2019er-Modell

Jorge Lorenzo wird in Portimao aber nicht mit der aktuellen 2020er-Yamaha fahren, sondern mit dem 2019er-Modell. Dieses stand ihm damals auch beim Sepang-Test zur Verfügung. „Wir konnten das neue Motorrad nicht hierher bringen“, bestätigt der Spanier.

„Wir werden uns auf die Getriebe-Abstimmung und die Reifen konzentrieren. Das ist das Hauptziel. Vielleicht werden wir auch ein wenig mit dem Set-up spielen. Die Abstimmung beim 2019er-Modell ist etwas anders. Deshalb ist das Set-up nicht so wichtig wie Getriebe und Reifen.“

Dass Lorenzo nicht mit dem aktuellen Motorrad testen kann, hat ihn überrascht: „Ich habe mit Massimo Meregalli vor einigen Wochen gesprochen und er meinte, dass sie eventuell das 2020er-Bike herbringen.“

„Als ich dann in die Box gekommen bin, stand dort das 2019er-Modell. Sie sagten mir, dass sie nicht genug Zeit hatten, um das 2020er-Bike vorzubereiten. Deshalb ist es nicht hier. Es ist schade, aber ich schätze, sie hatten alles versucht, um das aktuelle Bike herzubringen. Sie konnten es aber nicht.“

Wildcards: Einsatz war geplant

Ursprünglich wollte Yamaha das Testteam in Europa mit Jorge Lorenzo verstärken. Wildcards waren ebenfalls geplant gewesen. Die Coronavirus-Pandemie hat alle Pläne über den Haufen geworfen. Auch beim Misano-Test vor wenigen Wochen fehlten Lorenzo und Yamaha.

Das hatte auch bei Valentino Rossi für Verwunderung gesorgt, dass das europäische Testteam komplett eingestellt worden ist. Jorge Lorenzo konnte bisher nichts zur Weiterentwicklung beitragen, während beispielsweise Dani Pedrosa viel für KTM getestet hat.

„Ich glaube, dass sie das Beste getan haben, um so viele Tests wie möglich zu veranstalten. Aber die Umstände von COVID-19 haben das unmöglich gemacht“, sagt Jorge Lorenzo. „Ohne COVID-19 hätten wir die geplanten 15 oder 16 Testtage gehabt.“

„Ich glaube nicht, dass ich als Testfahrer eine Verschwendung bin. Aber die Umstände haben dafür gesorgt, dass wir nicht mehr getestet haben.“ Derzeit ist nicht bekannt, ob und wann Jorge Lorenzo nach dem Portimao-Test wieder im Einsatz sein wird.

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