Der 15-fache Weltmeister Giacomo Agostini teilte in der Vergangenheit nicht nur gegen Jorge Lorenzo aus.

Zwischen Motorrad-Legende Giacomo Agostini und Ex-MotoGP-Champion Jorge Lorenzo herrscht weiterhin dicke Luft. Agostinis kritische Äußerungen zu Lorenzos Ducati-Jahren haben den Spanier verstimmt. Lorenzo will die jüngste Entschuldigung des 15-maligen Weltmeisters nicht annehmen, solange dieser seine Aussagen nicht korrigiert .

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„Ich habe ihn immer unterstützt“, bemerkte Agostini und bekräftigte seine ursprünglichen Aussagen: „Als ich nach seinen Jahren bei Ducati und Honda gefragt wurde, konnte ich doch nicht sagen, dass er alles gewonnen hat. Das geht nicht.“

Bei Lorenzo kamen diese Aussagen nicht gut an. „Ich hoffe, dass es das letzte Mal ist, dass ich über diese Geschichte sprechen muss, denn diese Kontroverse muss nicht weiter befeuert werden“, bemerkt Lorenzo.

„Ich akzeptiere seine Geste, mir die Hand zu reichen. Doch ich möchte gleichzeitig klarstellen, dass es keine Bedeutung hat, die Hand zu reichen, wenn man gleichzeitig seine Aussagen wiederholt“, legt Lorenzo nach.

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Lorenzo ärgert sich über Agostinis Entschuldigung

„Entschuldigungen sind gut, wenn man nicht das erneut macht, was man falsch gemacht hat und stattdessen akzeptiert, dass man einen Fehler gemacht hat“, erklärt Lorenzo und fordert Agostini auf, seine kritischen Äußerungen zu Lorenzos Zeit bei Ducati zu korrigieren.

„Sieh ein, dass deine Behauptung falsch war oder konkretisiere, dass es nur eine schlechte Saison war, nämlich die 2019. Dann akzeptiere ich deine Entschuldigung. Und denke gut nach, was du sagst, bevor du dich zu einem anderen Champion äußerst“, warnt Lorenzo die Motorrad-Legende.

In der Vergangenheit fiel Agostini mehrfach auf, als er sich kritisch zu aktiven Fahrern äußerte. Auch Valentino Rossi bekam nicht nur Lob von Agostini zu spüren. „Viele Leute haben nichts gesagt, doch ich bin keiner von denen, die nichts sagen. Ich sage, was ich im Moment denke“, stellt Lorenzo klar.

Agostini bevorzugte Lorenzo und nicht Rossi

Laut Lorenzo hatte Agostini immer einen klaren Liebling, als es bei Yamaha zum Duell mit Rossi kam: „Ich weiß, er wollte, dass ich das Duell mit Rossi für mich entscheide. Er wollte, dass ich die Titel hole. Er unterstützte mich immer.“

„Ich kann zustimmen, dass die Saison mit Honda ein Desaster war und dass ich weit hinter den Erwartungen lag. Da stimme ich ihm zu. Ich lag weit zurück, weil ich 2019 ein Jahr erlebte, in dem ich viele Probleme hatte. Die Verletzungen machten es nicht einfacher. Doch was ich nicht sagen kann, ist, dass ich bei Ducati keine Ergebnisse erzielte, als sie langsam das Motorrad für mich hinbekamen“, betont der Spanier.

„Von Mugello, wo ich gewann, bis Aragon, als ich in der ersten Kurve Pech hatte und stürzte, war ich der Fahrer, der die meisten Punkte sammelte und die meisten Rennen gewann. Jeder, der die Meisterschaft verfolgte, wusste, dass ich in dem Moment der stärkste Fahrer war. Deshalb kann ich nicht zustimmen, dass ich bei Ducati keine Ergebnisse erzielt habe“, so Lorenzo.

„Jeder wusste, wie groß das Potenzial der Kombination Ducati/Lorenzo war, wenn wir die Zusammenarbeit fortgesetzt hätten. Man kann sagen, dass Lorenzos letzte Saison nicht gut war. Man kann aber nicht behaupten, dass die letzten drei Jahre schlecht waren“, kommentiert der dreimalige MotoGP-Champion, der auf Frieden mit Agostini hofft.