Selbstvertrauen hat er, der Jorge Lorenzo. Ein Comeback könnte er sich am ehesten auf Yamaha vorstellen.

Auch wenn Jorge Lorenzo ein Vollzeit-Comeback in die MotoGP aktuell ausschließt, ist er sich einer Sache sicher: Würde er zurückkehren, wäre er in der Lage, Rennen zu gewinnen und um den Titel zu kämpfen – sofern er auf dem „richtigen“ Motorrad sitzt.

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„Ich bin in einer Phase meines Lebens, mit 32 Jahren, in der mein Körperbau es mir erlauben würde, auf einem Motorrad sehr stark zu sein. Ich hätte meine Reflexe oder meine Geschwindigkeit auf einem Motorrad nicht verloren, egal ob es eine Yamaha oder eine Ducati wäre“, analysiert der Spanier.

Zwar sei die Yamaha, mit der seit diesem Jahr für das Werksteam testet, womöglich das „natürlichere Motorrad“ für ihn. „Aber mit der Ducati war ich am Ende sehr, sehr schnell. Bis zum Sturz in Aragon war ich der Schnellste und hatte in den letzten fünf Jahren die meisten Rennen gewonnen“, blickt Lorenzo zurück.

Lorenzos Comeback-Wunsch: Auf Yamaha

In seiner zweiten Saison mit Ducati 2018 gelangen ihm drei Siege und ein zweiter Platz. Was die Siege angeht, überholte ihn Teamkollege Andrea Dovizioso erst beim Saisonfinale in Valencia. Da war Lorenzo verletzungsbedingt schon nicht mehr dabei.

„Wenn die Frage lautet, ob ich mit 32 Jahren noch in der Lage bin, um die Weltmeisterschaft zu kämpfen, würde ich ja sagen“, sagt der Spanier. „Ob ich es tun will? Da würde ich nein sagen. Mit welcher Marke ich gerne zurückkommen würde? Yamaha, 100 Prozent. Mit welcher Marke ich schnell unterwegs wäre? Yamaha und Ducati.“

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Und Suzuki? Hier bleibt Lorenzo zurückhaltend: „Ich weiß es nicht. Einige Leute dachten, ich würde im ersten Jahr mit der Ducati schnell fahren, aber das bin ich nicht. Und als bekannt wurde, dass ich bei Honda unterschreibe, glaubte ich wirklich an die Sache mit dem Dreamteam, aber am Ende war es eine sehr schlechte Saison.“

Lorenzo genießt aktuellen Lebensstil

Man wisse nie, was passieren kann, bis man ein Motorrad ausprobiert hat, betont der 32-Jährige. Zurück bei Yamaha wird sich spätestens mit dem ersten Wildcard-Start (geplant war Barcelona am 7. Juni) zeigen, wie konkurrenzfähig er wirklich noch ist.

Von einem Vollzeit-Comeback sei Lorenzo „im Moment noch weit entfernt“, sagt er. „Ich liege immer noch bei 98 Prozent Nein und 2 Prozent Ja. Ich habe dahingehend nichts unternommen, es haben mich auch keine Werke kontaktiert. Mir geht es sehr gut, und im Prinzip möchte ich mit diesem Lebensstil weitermachen.“