Die Verletzung, die sich LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow beim Sturz im Warm-Up zum MotoGP-Auftakt 2020 zugezogen hat, ist schwerer als zunächst angenommen.

MotoGP-Titelverteidiger Marc Marquez ist nach dem dramatischen Auftaktwochenende in die Saison 2020 nicht der einzige Honda-Pilot, der sich operieren lassen muss. Während Marquez bei seinem schweren Sturz in der Schlussphase des Grand Prix von Spanien in Jerez einen Bruch des rechten Oberarms erlitten hat und am Dienstag in Barcelona operiert werden soll, muss sich auch Cal Crutchlow unters Messer begeben.

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Crutchlow war mit seiner LCR-Honda am Sonntagmorgen im Warm-Up in Kurve 8 des Circuito de Jerez gestürzt. Zwar konnte er sich nach einigen Sekunden selbst aus dem Kiesbett aufrappeln, um sich wenig später von den Ärzten durchchecken zu lassen. Dabei wurde eine Gehirnerschütterung festgestellt, die ihn dazu zwang, das Rennen auszulassen.

Wie das LCR-Team aber am Sonntagabend mitteilt, bleibt der Startverzicht nicht die einzige Konsequenz. Denn weil Cal Crutchlow am Nachmittag über Schmerzen in der linken Hand klagte, wurde im Krankenhaus in Jerez ein zweiter Check durchgeführt. Dabei wurde eine Verletzung am linken Handgelenk festgestellt.

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Cal Crutchlow: CT-Scans an Kopf, Nacken und Hand

„Was zunächst wie ein normaler Sturz ausgehen hatte, eskalierte als ich im Kiesbett umher geworfen wurde“, beschreibt Cal Crutchlow. Er schildert, wie es ihm erging: „Ich habe mir ein paar Mal recht hart den Kopf angeschlagen, vor allem das Gesicht. Anschließend war ich etwas benommen und mein ganzer Körper tat mir weh, vor allem die Hände.“

„Nach Untersuchung im Medical-Center wurde ich zu einem CT-Scan an Kopf und Nacken geschickt. Der brachte ein gutes Ergebnis“, so der Brite. Er beschreibt den Nachmittag so: „Als ich an die Rennstrecke zurückkehrte, begann dann meine linke Hand zu schmerzen. Also wurde ein weiterer Scan durchgeführt, am Kahnbein. Das ist beim Sturz gebrochen.“

Wie Cal Crutchlow anfügt, wird ihn Doktor Mir am Dienstagmorgen in Barcelona operieren. Anschließend hofft der LCR-Honda-Pilot auf eine schnelle Rückkehr, um beim Grand Prix von Andalusien, der am kommenden Wochenende ebenfalls in Jerez stattfindet, fahren zu können. „Hoffentlich kann ich am Freitag wieder ins Geschehen eingreifen“, so Crutchlow.

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So weit wie Crutchlow ist Honda-Werkspilot Marc Marquez in seinen Gedanken noch nicht. Der sechsmalige MotoGP-Weltmeister soll aufgrund seines gebrochenen rechten Oberarms ebenfalls am Dienstag in Barcelona operiert werden.

Abgesehen davon laboriert auch Suzuki-Pilot Alex Rins an einer Verletzung, die er sich beim Sturz im Qualifying am Samstag zugezogen hatte. Der Spanier hat sich den rechten Oberarmknochen angebrochen und zudem die Schulter ausgekugelt. Wie Cal Crutchlow hatte Rins das Rennen am Sonntag auslassen müssen.

Rennen MotoGP: Grand Prix of Spain