Marc Marquez glaubt nicht, dass er wie Motorrad-Legende Giacomo Agostini 15 WM-Titel holt: Dazu müsste der Honda-Star doppelt so viel gewinnen wie bisher.

Mit insgesamt 15 WM-Titeln ist Giacomo Agostini der erfolgreichste Motorrad-Rennfahrer der Geschichte. Angel Nieto hat 13 Titel gesammelt. Valentino Rossi, Mike Hailwood und Carlo Ubbiali halten bei neun. Marc Marquez hat schon acht auf dem Konto – und kann noch weitere Titel gewinnen.

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Agostini erlebte seine Blütezeit Ende der 1960er- und Anfang der 1970er-Jahre. Damals war es üblich, dass die Fahrer in mehreren Klassen starteten. Mehrfach sicherte sich Agostini in einem Jahr die Titel in der 500er- und der 350er-Klasse. Deshalb ist es in der Neuzeit schwierig, den Allzeit-Rekord des Italieners zu knacken.

Trotzdem glaubt Agostini, dass Marquez es schaffen könnte. „Ich komme mit ihm sehr gut aus und habe diese Aussagen gehört“, sagt Marquez dazu. „Mir gefällt das Wort unmöglich nicht. Man darf niemals nie sagen. Aber es ist so gut wie unmöglich.“

Marquez: Agostinis Rekord in weiter Ferne

Denn auch, wenn Marquez in der Saison 2020 seinen neunten WM-Titel in Angriff nimmt, ist Agostinis Rekord noch in weiter Ferne. „Es würde bedeuten, dass ich doppelt so viel gewinnen müsste, als ich bisher erreicht habe.“

„Ich war noch nie von einer Zahl oder einem Namen besessen. Ich genieße einfach meine Leidenschaft für den Renn-Sport. Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich diesen Job machen kann. Und ich versuche, immer mein Bestes zu geben.“

Mit seinem achten WM-Titel liegt Marquez in der ewigen Bestenliste nun auf Platz sechs. Er hat die beiden britischen Legenden Phil Read und John Surtees (beide mit sieben WM-Titeln) überholt. Nun sind die Marken von Rossi, Hailwood und Ubbiali in Reichweite.

„Man weiß nie, wann die Serie endet“

Ist es denkbar, dass Marquez zu Nieto aufschließen kann? „Er hat die Tür für uns Spanier geöffnet“, sagt er über seinen Landsmann, der 2017 verstorben ist. „Momentan habe ich acht Titel. Man weiß aber nie, wann diese Serie enden wird. Ich lebe einen Traum, aber alles läuft in Perioden ab.“

„In den letzten Jahren habe ich viele Titel gewonnen. Wir genießen es sehr und versuchen, so weiterzumachen. Man weiß aber nie, wann ein anderer Fahrer kommt oder eine andere Marke, die einem das Leben schwer machen. Denn auch das Ziel der anderen lautet zu gewinnen.“