Kawasaki-Pilot Alex Lowes kommt als WM-Führender nach Jerez – kann Superbike-Weltmeister Jonathan Rea die teaminterne Hierarchie beim Re-Start wieder gerade rücken?

Die Superbike-WM meldet sich am Wochenende endlich aus der Corona-Pause zurück. Vor dem WSBK-Event in Jerez führt Kawasaki-Pilot Alex Lowes die Fahrerwertung an. Weltmeister Jonathan Rea kommt dagegen nur als WM-Vierter zur zweiten Station des WSBK-Kalenders. Kann Rea in Jerez die gewohnte Rangfolge wieder herstellen?

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„Nach der langen Pause fiebere ich dem Neustart richtig entgegen“, freut sich Rea darauf, wieder Rennen zu fahren. „In den letzten Wochen konnte ich mich wieder mit meiner ZX-10RR vertraut machen und das aufregende Gefühl beim Fahren genießen. Die Tests in Misano und Montmelo waren positiv. Wir haben genau das erreicht, was wir uns vorgenommen hatten.“

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02. Aug

Rea: „Ohne Fans wird es komisch sein“

„Unser Ziel dabei war es, sowohl auf eine Runde als auch bei den Longruns schnell zu sein“, konkretisiert Rea, der gerne in Jerez fährt. Den Kurs kennt er schon von den Winter-Tests. Doch am Wochenende werden die Bedingungen dort völlig anders sein als im November und Januar.

„Jerez ist ein toller Kurs, ich fahre gerne dort. Die Erkenntnisse der Tests werden eine Hilfe sein bei den heißen Bedingungen, wenn die Haftung nicht perfekt ist“, meint er mit Blick auf die Testfahrten in Misano und Barcelona. „Es wird komisch sein, nicht die Atmosphäre zu spüren wie sonst, wenn die Fans auf den Tribünen sitzen und bei der Paddock-Show in Scharen erscheinen. Aber ich freue mich auf das, was kommt.“

Lowes spürt in Jerez keinen Erfolgsdruck

Alex Lowes führt die Meisterschaft mit 51 Punkten an. „Der Druck ist nicht größer. Vielleicht sollte ich mehr Druck spüren, doch das ist überhaupt nicht der Fall. Wir sind sehr gut ins neue Jahr gestartet, das war toll“, blickt er im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘ auf den erfolgreichen Auftakt in Australien zurück.

„Bei uns im Team ist Jonathan derjenige, der unter Druck steht, weil er in den letzten Jahren so dominant war. Das heißt, wenn er nicht gewinnt, ist er enttäuscht. Ich bin dagegen nicht in dieser Situation, sondern kann entspannt fahren und versuchen, das Beste herauszuholen“, so Lowes.

Kann der Kawasaki-Neuzugang die Erfolge von Australien wiederholen? „Phillip Island ist ein besonderer Kurs. Wir müssen die kommenden Rennen abwarten. Es geht nur darum, es zu genießen“, gibt sich der Brite gelassen.