Stefan Bradl ist mit dem 15. Platz in Brünn nicht restlos zufrieden. Unter den Umständen und der vielen Testarbeit hat die optimale Rennvorbereitung gelitten.

Nach zwei zehnten Plätzen beendete Stefan Bradl seinen dritten Renneinsatz in der MotoGP-Saison 2019 als 15. Als Ersatz für Jorge Lorenzo musste der Deutsche beim Grand Prix in Brünn wieder einige Testarbeit im Repsol-Honda-Team verrichten. Das wirkte sich schlussendlich im Rennen aus. „Es war nicht ein ganz so erfolgreiches Wochenende für mich“, sagt Bradl nach den 20 Runden. „Ich bin zwar in den Punkten, aber zufriedenstellend war es nicht. Ich weiß, dass ich von der Performance her mehr erreichen kann.“

Am trockenen Freitag hatte der 29-Jährige Zeit gebraucht, um sich nach den 8 Stunden von Suzuka vom Superbike wieder auf das MotoGP-Bike zu gewöhnen. Der Samstag war dann verregnet und am Sonntag gab es nur noch das 20-minütige Warm-up am Morgen. „Wir waren für das Rennen nicht optimal vorbereitet“, sagt Bradl deshalb. „Deswegen bin ich mit dem Rennverlauf auch nicht zufrieden.“

„Meine Pace war konstant, aber ich war schlicht zu langsam. Der Hinterreifen hat von Beginn an nicht funktioniert“, so Bradl, der wie der Großteil der Fahrer mit dem weichen Hinterreifen gestartet war. „Schon am Freitag hatte ich Probleme mit dem Gefühl und konnte das Potenzial des weichen Reifens überhaupt nicht nutzen. Die limitierte Zeit im Trockenen hat uns wahrscheinlich am meisten gekostet.“

Testarbeit behindert Arbeit an Rennabstimmung

„Im Rennen konnte ich nicht die Performance zeigen, weshalb es etwas enttäuschend ist. Meiner Meinung nach haben wir etwas zu viel gearbeitet, um für das Rennen vorbereitet zu sein. HRC war mit meiner Arbeit zufrieden. Aus Fahrersicht weiß ich, dass ich es besser machen kann und meine Performance besser ist, als ich heute zeigen konnte. Aber aufgrund der Umstände konnte ich dieses Wochenende nicht mein wahres Potenzial zeigen.“

Beim Testtag am Montag wird Bradl nicht auf der Strecke sein. „Ich hatte von HRC zuletzt einen sehr stressigen Zeitplan. Deswegen habe ich morgen frei bekommen“, lautet die Begründung dafür. Mit Marc Marquez, Cal Crutchlow und Takaaki Nakagami werden an diesem offiziellen Testtag nur drei Honda-Fahrer teilnehmen. Bradl bekommt etwas Erholung, da nach Suzuka und Brünn am kommenden Wochenende schon Spielberg auf dem Programm steht.

Letztes Rennen für Bradl 2019?

„Ich freue mich, nächste Woche in Österreich wieder am Start zu sein. Dort versuchen wir von der Basis besser vorbereitet zu sein. Wir brauchen einen vernünftigen Plan, weil meiner Meinung nach war hier das Programm zu viel. Auf der anderen Seite ist das die Aufgabe eines Testfahrers. Aber wenn man in diesem Team fährt, will man auch gute Ergebnisse erzielen. Wir werden dort an unserem Testprogramm weiterarbeiten, aber ich hoffe, dass wir dort konkurrenzfähiger sind, denn das war an diesem Wochenende das größte Problem.“

Der Grand Prix von Österreich wird voraussichtlich Bradls letztes Rennen im Honda-Werksteam sein. Lorenzo soll danach in Silverstone wieder an den Start gehen.

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