Während die MotoGP-Teams den durch Corona verursachten Stillstand halbwegs gut überstehen können, bringt er einige Moto2- und Moto3-Teams in große Schwierigkeiten.

Die Ausbreitung des Corona-Virus hat auch wirtschaftliche Folgen. Für die Motorrad-WM lautet die Formel: keine Rennen, keine Einnahmen. Während die großen MotoGP-Teams die aktuelle Zwangspause relativ gut überstehen sollten, sieht die Situation bei den Teams der kleinen Klassen etwas anders aus.

„Wenn ich ehrlich bin, sehe ich momentan nicht, ob wir es bis zum letzten Abschnitt des Kalenders schaffen, so wie es momentan geplant ist“, sagt ein Koordinator eines Moto3-Teams, der anonym bleiben will, gegenüber ‚Motorsport-Total.com‘.

Laut derzeitigem WM-Kalender sind von Mitte September bis Ende November neun Rennen geplant. Dabei sind auch die Übersee-Rennen in Thailand, Japan, Australien, Malaysia, USA und Argentinien. Reisekosten, die für kleine Teams erheblich sein können.

Chaos wegen Corona-Virus: MotoGP in der Warteschleife

Corona: Schaffen es alle Teams bis Jahresende?

Das Jahres-Budget eines Moto2-Teams mit zwei Fahrern bewegt sich im Bereich von einer bis 1,5 Millionen Euro. Das Budget eines Moto3-Teams mit zwei Fahrern wird mit rund 800.000 Euro kalkuliert.

Die kleinen Privat-Teams werden über Sponsoren finanziert und über Zuschüsse von MotoGP-Promoter Dorna. Das Problem ist, dass die Dorna derzeit auch keine Einnahmen generiert, solange es keine Rennen gibt.

„Von uns verlangen die Sponsoren immer, dass sie weniger zahlen wollen, aber besser zur Schau gestellt werden. Das ist logisch“, meint Dani Guardia, der Koordinator des Pons-Teams. „Wenn es weniger Rennen gibt, dann wird es Teams geben, die es nicht bis zum Ende schaffen.“

„Wird Teams geben, die aufgeben müssen“

„Die Sponsoren werden verlangen, dass sie weniger zahlen müssen. Aber wir müssen die gleichen Rennen fahren. Außerdem haben wir noch nichts gebucht, weil wir noch nicht wissen, wie alles ablaufen soll.“

„Außerdem ist die finanzielle Unterstützung des Promoters gleich. Egal ob in Europa oder auf einem anderen Kontinent gefahren wird. So wie der Kalender derzeit aussieht, mit zweimal drei Rennen direkt hintereinander im Herbst, wird es Teams geben, die aufgeben müssen.“