Ducati-Star Andrea Dovizioso kämpft sich beim Valencia-GP von Startplatz 17 durchs Feld und wird am Ende Achter – doch eine Panne macht“Dovi“ zusätzlich das Leben schwer.

Knapp neun Sekunden Rückstand hatte Ducati-Werkspilot Andrea Dovizioso beim Valencia-Grand-Prix nach 27 Runden. Als Achter holte der Italiener wichtige Punkte für die Meisterschaft, die er mit etwas Glück noch als Vize-Weltmeister beenden kann. Allerdings wäre für „Dovi“ in Valencia 2 noch mehr drin gewesen. Ein schlechtes Qualifying und ein Problem im Rennen vereitelten am Ende aber ein besseres Resultat.

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„Nach acht Runden hatte ich ein kleines Problem. Das ist uns auch im Training schon passiert“, berichtet Dovizioso. „Ich musste etwa zwei Drittel des Rennens mit einem nach vorne gedrehten linken Lenkerstummel fahren. Mit der Zeit konnte ich mich zwar anpassen. Aber es war dadurch schwierig, die Hinterradbremse zu benutzen.“

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Dovizioso und Ducati verpassen das Podium

Ohne dieses Problem und den Start aus Reihe sechs hätte Dovizioso in Valencia 2 durchaus ein Podiums-Kandidat sein können. „Es ist wichtig, dass wir ein gutes Gefühl aufbauen können. Bei den letzten beiden Rennen wurde mein Gefühl etwas besser. Es ist keine allzu gute Strecke für mich, deshalb freue ich mich darüber. Mein Renn-Tempo war nicht allzu schlecht“, bilanziert der MotoGP-Routinier.

„Ich hatte aber zu kämpfen, weil ich von weit hinten starten musste. Wenn man in der heutigen MotoGP von Startplatz 17 aus ins Rennen geht, kann kein Fahrer ein besonders gutes Rennen zeigen. Man kann einige Plätze gutmachen, aber viel mehr auch nicht. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Wenn wir aus der zweiten oder dritten Reihe gestartet wären, hätte ich vielleicht ums Podium kämpfen können“, glaubt der Ducati-Pilot.

WM-Traum für „Dovi“ schon länger geplatzt

Unmittelbar vor dem MotoGP-Saisonfinale in Portimao liegt Dovizioso in der Meisterschaft auf Position sechs. Zum WM-Zweiten Franco Morbidelli fehlen ihm aktuell 17 Punkte. Und Alex Rins hat als WM-Dritter aktuell 13 Zähler mehr als „Dovi“ auf dem Konto. „Wir wollen die Meisterschaft in den Top 3 beenden. Das ist nicht unmöglich“, hofft der Italiener.

Der Traum vom WM-Titel war für Dovizioso schon vor längerer Zeit geplatzt. Nämlich als er realisierte, dass er in dieser Saison mit stumpfen Waffen kämpft. „Suzuki und (Joan) Mir verdienen es“, gratuliert er dem neuen Champion. „Ich freue mich für sie, denn sie haben sehr gute Arbeit geleistet. Sie waren in dieser Saison am konstantesten.“