Lin Jarvis hat offenbar weiter Interesse an einer Verpflichtung von Johann Zarco als Testpilot: Die Honda-Erfahrung habe ihn noch interessanter gemacht, so der Yamaha-Rennchef.

Auch wenn Honda Alex Marquez den Vorzug gegeben hat: Über mangelndes Interesse seitens anderer Teams kann sich Johann Zarco nicht beklagen. Während sich Ducati um eine Verpflichtung des Franzosen bei Avintia zu bemühen scheint, hat Yamaha die Option eines Testfahrer-Jobs noch nicht ad acta gelegt.

„Ich habe mit Johann vor etwa zehn Tagen gesprochen“, verriet Renndirektor Lin Jarvis am Rande des Valencia-Tests auf dem Circuit Ricardo Tormo. „Schon damals haben wir ihm gesagt, dass wir ihn weiter als möglichen Testfahrer für uns in Betracht zu ziehen, wenn sein Honda-Programm nicht funktionieren sollte.“

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Testfahrer-Job für Zarco eine Option?

„Wichtig ist, dass er sein Interesse daran klar gemacht hat, weiter Rennen zu fahren. Er muss zuallererst also entscheiden, ob er dabei bleibt oder sich auch eine Testrolle vorstellen könnte“, sagte Jarvis weiter. „Das liegt an ihm. Wir sind nicht in Eile. Mal sehen, wie er sich unter den neuen Umständen entscheiden wird.“

Zarco bleibe für das Yamaha-Testteam in jedem Fall eine Option. „Ehrlich gesagt, ist er im Moment noch interessanter für uns geworden“, gibt der Yamaha-Rennleiter zu. „Er ist nicht nur ein sehr schneller Fahrer. Er hat die KTM-Erfahrung, und zuletzt sammelte er Erfahrung auf einer Honda. Insofern gibt es nichts Negatives, nur Positives.“

Momentan hat Yamaha nach der Trennung von Jonas Folger keine europäischen Testfahrer im Kader. Das heiße aber nicht, „dass es keinen nicht japanischen Testfahrer geben soll oder wird, stellte Jarvis in der Pressekonferenz der Teambosse in Valencia klar. Man werde sich weiter nach einem schnellen und erfahrenen Piloten umschauen.