Es klingt wie ein Rekord für die Ewigkeit: 16 Jahre am Stück hat Dani Pedrosa mindestens ein Rennen gewonnen. Doch der Spanier glaubt, dass Marc Marquez diese Marke überbieten wird.

Dani Pedrosa hat es zwar nicht geschafft, MotoGP-Weltmeister zu werden. Doch der Spanier hält einen bemerkenswerten Rekord. Klassenübergreifend hat er zwischen 2002 und 2017 in jeder Saison mindestens einen Grand Prix gewonnen. Also über einen Zeitraum von insgesamt 16 Jahren. Nur in seiner 125er-Debüt-Saison 2001 und in seinem Abschieds-Jahr 2018 blieb ihm ein Sieg verwehrt.

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Kein anderer Fahrer in der Geschichte der Motorrad-WM kann auf eine so lange Sieges-Serie zurückblicken. Valentino Rossi kam auf 14 Jahre mit mindestens einem Triumph (1996 – 2010). Erst als der „Doctor“ zu Ducati wechselte, riss diese Serie. Giacomo Agostini war zwölf Jahre hintereinander siegreich (1965 – 1976).

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Pedrosa in der „Königsklasse“ in bester Gesellschaft

Vierter in dieser Statistik ist Jorge Lorenzo mit elf siegreichen Jahren in Serie (2006 – 2016). Blickt man auf die Königsklasse alleine, führen Pedrosa und Agostini diese ewige Best-Wertung an. Beide haben zwölf Jahre hintereinander in der Top-Klasse mindestens ein Rennen gewonnen.

Doch Statistiken sind bekanntlich dazu da, um gebrochen zu werden. Nächster logischer Kandidat wäre Marc Marquez. Der Spanier hat klassenübergreifend seit 2010 aktuell zehn Jahre in Folge Rennen gewonnen. „Eines Tages wird Marc meinen Rekord von 16 siegreichen Jahren überbieten“, glaubt Pedrosa. „Aber mein Rekord wird noch eine Weile Bestand haben.“

Marquez hat laut Pedrosa das „gewisse Etwas“

„Bei Honda kann man den Druck spüren. Er hat den gleichen Druck, den ich hatte. In diesem Team musst Du gewinnen. Sie geben dir alle Waffen dafür. Deshalb ist es das Referenz-Team“, sagt Pedrosa über die erfolgreiche Repsol-Honda-Mannschaft. Mit 45 MotoGP-Siegen und sechs WM-Titeln ist Marquez bereits deutlich erfolgreicher als Pedrosa, der 31 Mal in der Königsklasse triumphierte.

Als ehemaliger Teamkollege erlebte Pedrosa aus nächster Nähe, wie gut Marquez ist. „Marc hat den Punkt, der ihn im Vergleich zu den anderen zum Weltmeister macht. Er ist nicht nur konstant, sondern bei allen Bedingungen stark. Egal ob es regnet, kalt oder heiß ist. Er wird auch nie Siebter. Alle anderen von uns hatten diese Nachteile oder Schwächen.“ Pedrosa ist überzeugt: „Wenn er sein Level hält, wird er noch viele Rennen gewinnen.“