Pol Espargaro sattelt 2021 von der KTM RC16 auf die Honda RC213V um: Marc Marquez kann diese Entscheidung aus Honda-Sicht nachvollziehen – und setzt Espargaro unter Druck.

Pol Espargaro steht 2021 vor seiner ersten Saison als Honda-Werkspilot. Nach einem starken Jahr mit KTM wechselt der Spanier im Winter zu Honda, wird dort Teamkollege von Marc Marquez.

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Angesichts der jüngsten Performance beider Teams stellt sich aber fast schon zwangsläufig die Frage, ob der Wechsel für Espargaro die richtige Entscheidung war. Schließlich gewann KTM in der MotoGP-Saison 2020 immerhin drei Rennen, Honda dagegen kein einziges.

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Marquez: „Nicht sicher, ob das auch für Pol gilt“

Marc Marquez begrüßt, dass Honda mit Pol Espargaro einen starken Fahrer verpflichtet hat. „Für Honda ist es ein positiver Schritt. Ich bin mir aber nicht so sicher, ob das auch für Pol gilt“, lässt Marquez jetzt in einem Interview aufhorchen. „Wenn man sich anschaut, wie gut die KTM ist, muss er sich doch denken: ‚Warum bin ich nicht bei KTM geblieben?'“

„Ich bin gespannt, wie Pol mit der Honda zurechtkommt, nachdem er mit der KTM starke Rennen gezeigt hat. Die Honda ist ein Sieger-Bike, mit dem er regelmäßig aufs Podium fahren muss“, setzt Marquez den neuen Teamkollegen unter Druck. Insgesamt befürwortet der Ex-Weltmeister die Entscheidung von HRC: „Pols Wechsel zu Honda ist gut. Sie suchten nach einem Fahrer, der es konstant in die Top 6 schafft, um Podestplätze kämpft – und warum nicht auch um Titel?“

Bei Repsol-Honda übernimmt Pol Espargaro den Platz von Alex Marquez. Der jüngere der Marquez-Brüder erlebte 2020 einen schwierigen Start, steigerte sich im weiteren Saisonverlauf aber deutlich. „Ich freue mich sehr für ihn. Zu Saisonbeginn war es schwer, weil er große Probleme hatte. Die Honda ist ein schwieriges Bike. Aber als es bei mir nach unten ging, ging es für ihn nach oben“, kommentiert Marquez die Saison seines Bruders.