Ende 2020 läuft der Vertrag zwischen Marc Marquez und Honda aus. Beide Seiten verhandeln intensiv über eine Verlängerung – so bewertet der Weltmeister die Situation.

In sieben Jahren MotoGP mit Honda hat Marc Marquez sechs Mal den Titel gewonnen. Nur 2015 musste er sich Yamaha geschlagen geben. 2019 erlebte er eines seiner konstantesten Jahre. Der Spanier stand 18 Mal auf dem Podest und pulverisierte den bisherigen Punkterekord, indem er am Saison-Ende stolze 420 Zähler verbuchte.

Aktuell gibt es für den 26-Jährigen wenig Gründe, Honda zu verlassen – außer vielleicht die Motivation, sein Können auch mit einem anderen Hersteller unter Beweis zu stellen. Sein Vertrag läuft wie bei den meisten Fahrer noch bis Ende 2020. Honda selbst will Marquez freilich halten – koste es, was es wolle.

„Wir haben bereits Gespräche über meinen neuen Vertrag mit HRC begonnen“, verrät der Spanier. „Es ist nichts Neues, dass sie Priorität haben, also meine erste Option sind. Sie haben mir schließlich die Möglichkeit gegeben, ein MotoGP-Fahrer zu werden. Insofern stehen sie an erster Stelle“, zeigt er sich loyal.

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Marquez: Offenes Ohr auch für andere Teams

Allerdings gab der Weltmeister zuletzt zu, sehr wohl auch ein offenes Ohr für Angebote anderer Teams wie etwa Ducati zu haben. Ein Selbstgänger ist die Vertrags-Verlängerung also nicht. Das räumt Marquez auch ein: „Natürlich werde ich nach gewissen Dingen fragen, genauso wie sie. Wir versuchen, den besten Kompromiss zu finden.“

Noch habe man aber genug Zeit, um die Details zu klären. „Die Gespräche laufen“, sagt der Weltmeister. Und betont: „Zuallererst will ich mich auf die technische Seite konzentrieren, meinen Fahrstil, das Projekt an sich. Dann werden wir natürlich auch an anderen Aspekten arbeiten, die ebenso wichtig sind.“

Die kommende Saison wird sich Marquez die Honda-Box mit seinem Bruder Alex teilen. Der jüngere Marquez steigt als amtierender Moto2-Champion in die Königsklasse auf, hat einen Einjahres-Vertrag erhalten. Für ihn wird es wie für einige andere schon in den ersten Rennen darum gehen, sich gut zu präsentieren und so zu empfehlen.