Marcel Schrötter trauert besserem Ergebnis beim Moto2-Auftakt in Katar hinterher. Er kritisiert einen seiner Gegner und unterstellt ihm absichtliche Berührungen.

Nach einer ordentlichen Schlussphase überquerte Marcel Schrötter beim WM-Auftakt in Doha (Katar) die Ziellinie als Siebenter . „Der siebente Platz ist sicher kein Traumergebnis. Wir können aber mit unserer Performance sehr zufrieden sein“, bilanziert der Intact-Pilot.

„Zum Schluss gehörten wir neben Tetsuta (Nagashima) zu den absolut Schnellsten auf der Strecke. Und der hatte ja ein saustarkes Finish. Unser Problem war die Anfangsphase“, erklärt Marcel Schrötter.

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„Ich habe eigentlich einen guten Start erwischt und konnte mich in den ersten zwei Kurven gut positionieren. Doch im Ausgang von Kurve zwei, wo man eigentlich viel Schwung für den nächsten Abschnitt holt, bin ich mit einem anderen Fahrer leicht aneinandergeraten und musste das Gas zudrehen“, ärgert sich der Deutsche.

„In diesem Moment ist Tom (Lüthi) an mir vorbei. Danach hatte ich ein rundenlanges Gerangel mit (Fabio) Di Giannantonio. Es war ein ständiges Überholen – einmal er, dann wieder ich. Es kam dabei auch zu Berührungen und es hatte auch den Anschein, dass er das einige Male mit Absicht getan hat“, bemerkt Marcel Schrötter.

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Unnötiges Duell zu Rennbeginn

„Ich war aber der Schnellere von uns beiden. Auf jeden Fall hat er anfänglich nicht nur meinen, sondern auch seinen Rhythmus ruiniert“, ärgert sich der 27-Jährige Landsberger. „Wegen dieser dummen Fahrweise seinerseits haben wir viel Zeit verloren. Ich denke, in den ersten Runden sollte man schon mehr mit Köpfchen fahren. Er gehört auch nicht dorthin, wo wir uns zu Beginn des Rennens aufgehalten haben. Jedenfalls ist zwischenzeitlich sogar eine riesengroße Lücke zu Tom entstanden.“

„Trotz aller Überholmanöver und Positionskämpfe hatten wir im ersten Renndrittel allerdings nicht die Pace wie erwartet“, gesteht Marcel Schrötter. „Ich hatte nicht das beste Vertrauen für die Front. Es fühlte sich an, als ob ich vorne sehr wenig Grip hätte. Ich war deswegen auch mehrmals in Sturzgefahr. Das war mitunter auch ein Grund dafür, weshalb ich lange auf P14 oder P15 herumfuhr.“

„Doch mit zunehmender Renndistanz wurde es besser. Ich wusste auch, dass wir den Speed haben, um weiter vorne mitmischen zu können. So war es dann auch, ich bin immer schneller geworden und konnte Tom schliesslich einholen. Tom ist aber aufgrund seines Fahrstils nicht einfach zu überholen. Vielleicht hat es ein, zwei Runden zu lange gedauert, aber beim Teamkollegen wollte ich unbedingt auf Nummer sichergehen“, so Schrötter.

Marcel Schrötter: Starke Rundenzeiten beim Schlussspurt

„Als ich an ihm vorbei war, ging die Post nach vorne ab. Schließlich habe ich noch ein paar Fahrer vor mir abfangen können. Unsere Pace im letzten Drittel war wirklich fantastisch“, freut sich der Kalex-Pilot. „Nach dem Rennen hat mir meine Crew gesagt, dass ich nach zwei Runden bereits über drei Sekunden hinter dem Führenden war, zwischenzeitlich sogar mehr als sechs Sekunden. Im Ziel waren es aber nur vier Sekunden.“

„Das ist sicher nicht so schlecht“, zeigt sich Schrötter zufrieden. „Daher zählt vielmehr unsere Leistung. Wir haben also gut gearbeitet. Wichtig war, dass wir bis zum Schluss schnell waren und Leute überholt haben. Das ist positiv und genauso werden wir weitermachen, auch wenn wir noch nicht wissen wo und wann. Diese Situation ist nicht einfach zu verstehen. Trotzdem freue ich mich schon auf das nächste Rennen. Hoffentlich ist es bald wieder soweit.“

Das Rennen der Moto2: Grand Prix of Qatar